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Region: Artenschutz in Koalitionsvertrag

Region | Von | 11. Oktober 2019

Region (MB) Die Volksinitiative „Artenvielfalt retten – Zukunft sichern“ wurde im April 2019 von einem breiten zivilgesellschaftlichen Bündnis gestartet und hat bereits mehr als 50.000 Unterschriften gesammelt. Sie fordert von der Landespolitik, dass der Einsatz von Pestiziden in Naturschutzgebieten und FFH-Gebieten grundsätzlich untersagt, die Landwirtschaft umweltverträglicher gestaltet, der Ökolandbau vorangebracht, Gewässer besser vor Schadstoffeinträgen geschützt sowie die Weidetierhaltung unterstützt wird.
Die Initiatoren haben ihre wichtigsten Forderungen in konkrete Gesetzesvorschläge einfließen lassen und wollen so die Rahmenbedingungen für den Schutz der Artenvielfalt in Brandenburg grundlegend verbessern.
Jetzt wendet sich die Initiative über die Medien an die Parteien, die aktuell den Brandenburger Koalitionsvertrag aushandeln, ihre Forderungen ernst zu nehmen und entsprechend schon ausdrücklich im neuen Koalitionsvertrag umzusetzen. Jetzt sei der Zeitpunkt, wichtige Weichenstellungen für den Insektenschutz, und damit viele weitere Arten wie Amphibien, Vögel und Kleinsäuger, in das Regierungsprogramm aufzunehmen. Für die Förderung der Artenvielfalt in Landwirtschaft und Kommunen braucht es eindeutige gesetzliche Grundlagen.
„Wenn unsere konkreten Vorschlägen nicht Eingang in den Koalitionsvertrag finden, werden wir den nächsten Schritt gehen und ein Volksbegehren initiieren. Zum Thema Insektenschutz und Artenvielfalt sind wir uns sicher, bei den Eintragungen in den Amtsstuben die erforderliche Anzahl von 80.000 Unterstützern zu erreichen. Zuletzt hatten wir mit dem erfolgreichen Volksbegehren gegen Massentierhaltung 104.000 Eintragungen erzielt“, erklärt Friedhelm Schmitz-Jersch, Vertrauensperson der Volksinitiative und Vorsitzender des NABU Brandenburg.
Es sind nicht nur die Naturschutzverbände, die sich um die Artenvielfalt bemühen. Hinter der Volksinitiative stehen gewichtige Unterstützer, darunter der Landesimkerverband, die Hochschule für Nachhaltige Entwicklung Eberswalde, der Märkische Wirtschaftsverbund fair & regional oder das Umweltinstitut München.
„Wir lassen nicht nach – gemeinsam mit vielen Bürgern sammeln wir weiterhin Unterschriften für die Volksinitiative. Seit der Bekanntgabe des Zwischenstands von 50.789 Unterschriften Ende August sind weitere Unterschriften dazugekommen. Es ist sehr vielen Menschen klar, dass nicht nur der Klimawandel sondern auch das Artensterben zu den größten Herausforderungen unserer Zeit gehört“, erläutert Anton Kröber aus dem Vorstand der BUNDJugend Brandenburg.



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