
Klettwitz. Vom 30. Juli bis zum 2. August verwandelte sich der DEKRA-Lausitzring erneut in einen der größten Treffpunkte der europäischen Japan-/Asia-Tuning-Szene. Beim Reisbrennen kamen Fahrer und Fahrzeugbegeisterte aus zahlreichen Ländern zusammen, um vier Tage lang Motorsport, individuell umgebaute Fahrzeuge und das besondere Gemeinschaftsgefühl der Szene zu erleben.
Auch der Driftsport nahm beim Reisbrennen einen wichtigen Platz im Programm ein. Bei der AvD Drift Championship gingen insgesamt 45 Fahrer aus neun Nationen an den Start, darunter Teilnehmer aus Großbritannien, Dänemark, Polen, der Schweiz und der Slowakei. Ich selbst konnte die Wettkämpfe leider nicht miterleben, da ich aufgrund des anhaltenden Regens erst am späten Nachmittag auf dem Lausitzring anreiste.

Ein Höhepunkt war für mich das abendliche Viertelmeilenrennen. Auf der rund 402 Meter langen Strecke traten unterschiedlichste PS-starke Fahrzeuge gegeneinander an und zeigten, welche Leistung in ihnen steckt. Die höchste an diesem Tag gemessene Zielgeschwindigkeit erreichte ein 1.200 PS starker Nissan GT-R mit beeindruckenden 283 Kilometern pro Stunde. Die Viertelmeile legte er in nur 8,5 Sekunden zurück.
Nach dem Viertelmeilenrennen wurde das Fahrerlager für die Besucher geöffnet. Viele Fans nutzten die Gelegenheit, die Rennfahrzeuge aus der Nähe zu betrachten, mit den Fahrern ins Gespräch zu kommen und noch einmal ganz besondere Eindrücke zu sammeln. Dabei war immer wieder das sogenannte „Pop-and-Bang“ zu hören. Bei entsprechend modifizierten Fahrzeugen lässt der Fahrer den Motor hochdrehen und nimmt anschließend den Fuß vom Gas. Durch eine spezielle Abstimmung der Motorsteuerung verbrennen Kraftstoffreste erst im heißen Abgastrakt und erzeugen das typische laute Knallen. Unter bestimmten Bedingungen können sogar Flammen aus dem Auspuff sichtbar werden. Was für viele zum typischen Klang eines Tuningtreffens gehört, dürfte für andere Besucher zunächst gewöhnungsbedürftig gewesen sein.

Trotz der vielen positiven Eindrücke gab es für mich auch leider zwei Punkte, die das Gesamtbild etwas trübten. Nach meiner Erinnerung an frühere Veranstaltungen und dem Hinweis auf der Internetseite sollte das Gelände grundsätzlich asiatischen Fahrzeugmarken vorbehalten sein. Auf dem Fahrerlager-Besucherparkplatz und dem allgemeinen Besucherparkplatz gab es zwar offenbar eine Unterteilung, dennoch standen asiatische Fahrzeuge und Fremdmarken gemischt. Auch auf dem Veranstaltungsgelände waren vereinzelt getunte Fahrzeuge anderer Marken zu sehen, die möglicherweise mit Komponenten asiatischer Hersteller ausgestattet waren. Für mich persönlich passten diese eher zu einem markenoffenen Tuningtreffen, als zum ursprünglichen Charakter des Reisbrennens.







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