
Schneckenreiter nach Restaurierung wieder aufgestellt.
Cottbus (MB). Die historische Sandsteinskulptur „Putte mit Schnecke“, im Volksmund besser bekannt als der „Schneckenreiter“, wurde nach umfassender Restaurierung am Mittwoch, 23.07., wieder auf ihren ursprünglichen Sockel an der Spreebrücke an der Franz-Mehring-Straße aufgestellt.
Nachdem die Skulptur um die Silvesternacht 2023/24 von Unbekannten zerstört wurde, begann ein langwieriger Bergungs- und Instandsetzungsprozess von etwa 1,5 Jahren. Erste Teile konnten noch im Winter 2024 von den Mitarbeitern des Kulturreferats aus den Randbereichen der Spree geborgen werden. So lag die Vermutung nahe, dass sich auch weitere Teile in der danebenliegenden Spree befinden könnten. Durch den regenreichen Winter 2024 und dem damit verbundenen hohen Pegelstand des Flusses konnte die Bergung erst im Sommer mit der tatkräftigen Unterstützung der Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) fortgesetzt werden.
Nach Sicherstellung aller fehlenden Teile und einer langen Trocknungsphase wurde die Skulptur fachmännisch vom Ströbitzer Steinmetz und Steinbildhauermeister Maik Brunzel wieder verdübelt und zusammengefügt, gereinigt, sowie Nachformungen und Schönheitsreparaturen durchgeführt. Er selbst erklärt, dass er froh sei, „mit der Aufgabe dazu beitragen zu können, das Stadtbild wieder zu verschönern“.
Die Sandsteinskulptur „Putte mit Schnecke“ steht seit den 30er Jahren an der Spree. Sie wurde entworfen vom Cottbuser Bildhauermeister Paul Fender, der auch das Ströbitzer Kriegerdenmal auf dem Wilhelm-Nevoigt-Platz entworfen hat, und selbst 1943 im Kriege blieb. Paul Fender stammte aus einer Bildhauerdynastie. Zur Wiederaufstellung der Skulptur war auch der Großneffe des Küstlers, Steinmetzmeister und Bildhauer Uwe Bächt aus Naumburg-Elbenberg, vor Ort.
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