Senftenberg: 550-PS-Bolide brettert über Brücke

Überführung in der Senftenberger Wilhelm-Pieck-Straße ist wieder frei

Senftenberg (trz). Was für ein Sommer in Senftenberg! Erst der fantastische Jubiläums-Peter-und-Paul-Markt mit Folklorelawine. Dann die Jungfernfahrt des Solarkatamarans. Und jetzt die Freigabe der Brücke über die Bahntrasse in der Wilhelm-Pieck-Straße. Mehr als 1000 Besucher haben die Einweihung der Überführung mitverfolgt. Kein Wunder, hatte doch die Stadt mit mehreren Partnern zum Brü-ckenfest geladen.
Trampolin & Rennauto
Neben dem obligatorischen Banddurchschnitt gab es mehrere Höhepunkte. Unter anderem packende Vorführungen der Sakura-Sportler, die via Trampolinen gleich mal die Schwingungsfähigkeit der Brücke testeten. Oder der Auftritt des Senftenberger Tanzhauses. Ein besonderer Höhepunkt raste dann über das Bauwerk. Nämlich ein echtes Renntaxi vom Lausitzring. Die 550 PS sind wahrlich nicht zu überhören gewesen. Solch ein Fahrzeug auf der Pieckbrücke zu erleben, dürfte so bald nicht wieder möglich sein. Besitzt das Auto doch keine Straßenzulassung. Doch dank der Kooperation der Stadt mit Polizei und Straßenverkehrsbehörde wurde mal eine Ausnahme gemacht.
Übrigens, das betonten fast alle Redner, wurde die Brücke fristgerecht vollendet. 13 Monate Bauzeit waren veranschlagt, nach 13 Monaten ist alles fertig. Insgesamt 2,3 Millionen Euro haben Abriss und Neubau der Unterführung gekostet. Davon kamen 960 000 Euro an Fördermitteln vom Land Brandenburg. Rund 40 Unternehmen waren auf der Baustelle beschäftigt. Sie mussten sich ordentlich ranhalten, da die Bahn für die erforderlichen Sperrungen der Trasse Cottbus-Dresden einen ganz engen Zeitplan vorgegeben hat.
Seit 9. Juli kann die 38 Meter lange Brücke (gesamte Baulänge rund 460 Meter) wieder ohne Einschränkungen befahren werden.


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