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Senftenberg: 30 Jahre friedliche Revolution

Senftenberg & Seenland | Von | 8. November 2019

Gemeinsame Feierstunde vom Landkreis OSL und der Stadt Senftenberg / klare Köpfe erforderlich

Jubiläum Mauerfall

An der Veranstaltung, zu der neben der Eröffnung der Ausstellung „Wechselseitig“ auch ein Podiumsgespräch gehörte, nahm auch Dr. Maria Nooke, Beauftragte des Landes Brandenburg zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur (2.v.l.), teil
Foto: Landkreis OSL

Senftenberg (MB). 30 Jahre Friedliche Revolution – auf dieses bedeutsame Jubiläum blickten der Landkreis OSL und die Stadt Senftenberg am Mittwochabend im Museum Schloss und Festung in Senftenberg im Rahmen einer gemeinsamen Festveranstaltung zurück. Als Ehrengast konnte die Beauftragte des Landes Brandenburg zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur, Dr. Maria Nooke, begrüßt werden. In ihrem Grußwort machte sie den Anwesenden deutlich, wie wichtig es auch heute ist, für die gemeinsamen Werte einzustehen: „Die Ziele, mit denen wir unsere Forderungen auf die Straße getragen haben, sind heute Wirklichkeit: Wir leben nicht mehr in einer Diktatur. Wir haben freie Wahlen, unabhängige Gerichte, Meinungsfreiheit. Wir brauchen heute keine Wende, sondern klare Köpfe, die die demokratischen Rechte wahrnehmen, umsetzen und verteidigen.“
Ausstellung eröffnet
Ein weiterer Teil der Festveranstaltung galt der Eröffnung der Ausstellung »Wechselseitig, Rück- und Zuwanderung in die DDR 1949 bis 1989«. Bis zum 1. März 2020 rückt die Sonderausstellung im Museum Schloss und Festung Senftenberg eine bisher wenig beleuchtete Facette deutsch-deutscher Migrationsgeschichte in den Fokus. Die Wanderausstellung erzählt die Lebensgeschichten von 20 Frauen und Männern, welche aus unterschiedlichen Beweggründen heraus den Weg aus der Bundesrepublik in die DDR suchten. Eine davon ist die in Hannover geborene Gerlinde Breithaupt, die im Jahr 1982 der Liebe wegen in die DDR kam und hier ihren Lebensmittelpunkt begründete. Über ihre persönliche Geschichte berichtete sie in dem Podiumsgespräch, welches den Abschluss der Veranstaltung bildete. Hier kamen auch Dr. Maria Nooke, Landrat Siegurd Heinze, Senftenbergs Bürgermeister Andreas Fredrich und Eckhard Bethge, Schulleiter des Friedrich-Engels-Gymnasiums Senftenberg, zu Wort und erzählten von ihren persönlichen Erinnerungen rund um das Jahr 1989.



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