Senftenberg: Die Niederlausitz ruft nach Senftenberg

Jahrbuch der Region wird Dienstag im Café Kreuztor präsentiert / Geschichten aus dem Revier

Senftenberg (trz). Wer seine Heimat liebt, sollte diesen Termin möglichst nicht verpassen: Am Dienstag, 7. Februar, wird ab 19 Uhr das erste Jahrbuch der Region im Senftenberger Café Kreuztor (Kreuzstraße)  präsentiert. „NIEDERLAUSITZ zwanzig-siebzehn“ lautet der Titel des 240seitigen Werkes, das im Cottbuser General-Anzeiger-Verlag („Der Märkische Bote“) erschienen ist.
Stolz zu wecken auf die Niederlausitzer Heimat, das ist der Zweck des Jahrbuches. Und zwar mittels lebendiger Geschichte und Geschichten, aufgelesen und aufgeschrieben von Menschen, die sich mit stolzgeschwellter Brust als Niederlausitzer bezeichnen. So wird beispielsweise der Frage nachgegangen, wo sich eigentlich die genauen Grenzen der „Lusatia minor“ befinden. Und dass einst Gebiete zur Niederlausitz zählten, die heute niemand mehr damit in Verbindung bringen würde, zum Beispiel die Stadt Königs Wusterhausen.  Darüber hinaus gewährt das Jahrbuch intime Einblicke in das Ehe- und Seelenleben des sächsischen Premiers Heinrich Graf Brühl und seiner Gattin, der Gräfin Franziska Maria Antonia, die in Pförten (Brody) lebten und Forst aufbauen ließen.
Das Senftenberger Revier ist mit bewegten Lebenserinnerungen eines des heute fast 92-jährigen Hans Hörenz dabei. Er berichtet unter anderem  aus seinen Kinder- und Jugendjahren in Reppist und Senftenberg, über Rohrstock-Lehrer und die Hakenkreuzfahne am 60-Meter-Schornstein der Brikettfabrik. Darüber hinaus erinnert „Zwanzig-siebzehn“ an den Orkan Kyrill, der vor genau zehn Jahren die Lausitz und insbesondere das Gebiet zwischen Elsterwerda, Lauchhammer und Schwarzheide heimsuchte. Nicht zuletzt unternimmt das Jahrbuch auch Abstecher in die Oberlausitz, etwa an das Grab des Wilthener Spirituosenkönigs Rudolf Hünlich, das sich inmitten der Lausitzer Heide befindet. Die Buchpräsentation am 7. Februar findet im Zusammenspiel  zwischen dem Herausgeber sowie der Senftenberger Glück-Auf-Buchhandlung statt. Autoren signieren das Buch gern an diesem Leseabend.


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