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Senftenberg: Ohne Herz, Grips & Mut - Märkischer Bote - Märkischer Bote
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Senftenberg: Ohne Herz, Grips & Mut

29. November 2019 | Von | Kategorie: Senftenberg & Seenland |

„Der Zauberer von Oss“ als Märchenmusical an der neuen Bühne in überbordender Phantasie

Senftenberg: Ohne Herz, Grips & Mut

Dorothe (Aline Bucher a.G.) hat gute Freunde gefunden im Zauberland: den Blechmann ohne Herz (Leon Haller), die Vogelscheuche ohne Grips (Dimitrij Breuer) und den Löwen ohne Mut (Valentin Kleinschmidt a.G). Ob der Zauberer ihnen helfen kann? Foto: Steffen Rasche

Senftenberg. Im Land der schreckhaften grünen Schlaraffen hat der Bürgermeister zwei Gesichter, einer seiner Räte drei Köpfe, der nächste vier Beine und der andere vier Arme. Hilfreich ist nichts von allem, aber witzig anzusehen. Die Hexe herrscht hier böse, und Dorothee, die der Sturm  in ihrem Häuschen auf dem Regenbogen hierher gepurzelt hat, will eigentlich schnell wieder heim. Sie trifft auf nicht ganz perfekte, aber doch ehrliche Käuze: die Vogelscheuche, die keinen Grips hat, dann den Blechmann, der in seinem hohlen Korpus sein Herz vermisst, und den Löwen, der ein peinlicher Schisser ist. Phantastisch sind all die Figuren (Bühne und Kostüme Mike Hahne) hergerichtet. Das steigert sich vom Häuschen im Sturm bis hin zum sprechenden Felsen, dem großen Zauberer Oss, aus dem, etwas desillusionierend, durch einen Bühnendreh ein ganz netter Zeitgenosse wird (Daniel Borgwardt). Nur die Hexe des Westens ist wirklich ein Luder (Lena Conrad), obwohl die anfangs eine ganz nette Tante Emma war. Fast alle geben hier, wohl verpackt in Kostümkunst, mehrere Rollen, und Regisseur Manuel Soubeyrand hat der schönen alten Geschichte flottes Tempo gegeben und allen Figuren viel Sympathie. Die Kinder, zur Premiere Grundschüler aus Finsterwalde und Großräschen, waren selig. Erwachsene, falls sie an Karten kämen, würden’s auch sein, schon wegen des gefühlvollen Gesangs der süßen Dorothee und dem Witz in so vielen Gesten und Dialogen.
Die Musical-Adaption zum Lyman-Frank-Baum-Stück hat Frank Gabrielson geschaffen, die musikalischen Leitung in Senftenberg hat Günter Lehr.
Ein wunderschönes, spritziges Stück zu Weihnacht, ohne erhobenen Zeigefinger, aber doch ganz hilfreich in dem einen oder anderen Konflikt im heutzutage turbulenten Kinderleben.    J.Heinrich




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