Sielow steht vor Herausforderung

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Seit nunmehr gut zehn Jahren setzt sich Ortsvorsteher Ulrich Günther (2.v.l.) engagiert für Sielow ein. Dafür dankte ihm die Gemeinde unter dem Beisein des Beigeordneten für Ordnung und Sicherheit, Lothar Nicht (r.). Für die Wahlen des Ortsbeirates am 25. Mai wünscht er sich eine aktive Wahlteilnahme und einen bunten Bewerberkreis. | Foto: Y. Simon-Redlich

Ort trägt 2014 den Superkokot aus / Für Zündstoff sorgt bei Hoklapnica die Verkehrssituation
Cottbus (ysr). Der Saal im Sielower Gasthof ist voll, als die Glocke den Beginn der Bürgerversammlung (Hoklapnica) einläutet. Ob zu Fuß, auf dem Rad oder mit dem Auto, die Einwohner des kleinen Ortsteils, aktuell sind es 3 609 Bürger, haben großes Interesse an dem Geschehen in Sielow. Ortsvorsteher Ulrich Günther, genannt Ulli, dankt den anwesenden Bürgern, den Vereinen, Unternehmen und der Feuerwehr für ihr stetes Engagement. „Ohne die Initiative unserer Bürger und die vielfältigen Aktivitäten würde das Miteinander nicht funktionieren“, sagt er lobend. Der Ortsvorsteher ist zuversichtlich, dass der prognostizierte Kinderzuwachs in Kita, Schule und Hort in den kommenden Jahren auch den Nachwuchs im Bereich der Vereine sichern wird. Aus der Reihe der erfolgreichen Veranstaltungen in 2013 stellt er besonders die 100-jährigen Jubiläen der orstansässigen Feuerwehr und der Sportgemeinschaft SGS heraus.
Mit seinem Gewinn des Superkokot 2013 (Hahnrupfen) holte Tobias Schönemann die traditionelle Veranstaltung nach Sielow. „Eine echte Herausforderung, die wir gemeinsam sicher gut meistern werden“, so Ulrich Günther, der mit 300 bis 400 Besuchern auf dem Gelände des Reitvereins rechnet. Höhepunkt für Pfarrerin Katharina Köhler war ihr erster, sehr gut besuchter Gottesdienst unter freiem Himmel auf dem Sielower Sportplatz.
Der Großteil des Ortsbudgets floss im vergangenen Jahr in die Vereine, Kitas und die Traditionspflege. Für 2014 stehen Sielow 21 522,40 Euro zur Verfügung. Eine Reihe an Bau- und Verkehrsmaßnahmen sind geplant, wurden zum Teil bereits 2013 und in den Jahren zuvor begonnen und realisiert, nicht immer zur vollen Zufriedenheit der Bürger wie die Abschlussdiskussion zeigt. Für Zündstoff sorgte unter anderem zunehmender Hundekot auf Wegen, der Instandsetzungsbedarf des Skadower Wegs und der Ströbitzer Straße, damit einhergegehend die nach wie vor nicht zufrieden stellende morgendliche Park- und Fahrsituation am Kindergarten dort, der weichende Split in der Sielower Mittelstraße an den Randstreifen, aber auch die Uneinsichtigkeit an der Ausfahrt am Birkenhain. Klar ist, ein Spiegel muss her, die Frage ist, wer wird dafür zahlen? Es handelt sich nicht um ein Verkehrsschild, so die Stadt Cottbus. Eine erste Zahl zu den Kosten fiel, eine Entscheidung, wie es weiter gehen wird, steht noch aus.
Als positiv wurde die Einrichtung der 30er-Zone zur Sicherheit der Sielower Bürger, vor allem der Kinder gewertet.