Spree-Neiße Landrat fordert besseren Zugverkehr nach Polen

Bahnhof Cottbus
Die Zugverbindung zwischen Polen und der Lausitz müsse deutlich verbessert werden. Das fordert Spree-Neiße Landrat Harald Altekrüger im Rahmen des 5. Deutsch-Polnischen Bahngipfels. Foto: CGA-Archiv

Region (MB). Anlässlich des 5. Deutsch-Polnischen Bahngipfels am 8. Februar 2023, spricht sich auch Harald Altekrüger, Landrat des Landkreises Spree-Neiße für die Schaffung einer deutlich verbesserten Zugverbindung zwischen der Lausitz und dem Nachbarland Polen aus.
„Dass der Ausbau der Schienenverkehrsinfrastruktur zwischen Deutschland und Polen dringend verbessert werden muss, ist offensichtlich und kann nicht länger zurückgestellt werden. Wir brauchen voll elektrifizierte und gut ausgebaute Strecken. In dieser Hinsicht sind uns unsere polnischen Nachbarn weit voraus. Ob Pendlerstrecken, Kulturzüge und touristische Verbindungen – Pünktlichkeit und ein entsprechend getakteter zuverlässiger Fahrplan müssen zwischen den Regionen gewährleistet sein. Die Perspektiven und Potenziale der Lausitzer Strukturentwicklung sind eng verbunden mit der Aufstellung unserer Anbindung und infrastrukturellen Möglichkeiten, indem wir den Güter- und Personenverkehr grenzüberschreitend von der Straße auf die Schiene bringen“, so der Landrat weiter. Nur auf diese Weise könne die internationale Zusammenarbeit intensiviert und der Standortvorteil durch die Nähe zum polnischen Nachbarn genutzt werden, betont Harald Altekrüger: „Dies ist ein Aspekt, den wir in Spree-Neiße gemeinsam mit dem Euroregion Spree-Neiße-Bober e.V. bereits viele Jahre lang begleiten und auch weiterhin engagiert unterstützen werden. Spätestens jetzt gilt es, kluge Entscheidungen zu besseren Schienenverbindungen zwischen Polen und unserer Lausitz zu treffen, denn Investitionen in die Schiene sind zugleich Investitionen in unsere Zukunft.“

Auch für Ministerpräsident Dietmar Woidke ist der Ausbau der deutsch-polnischen Bahnverbindungen „von elementarer Bedeutung für die gesellschaftliche, kulturelle und wirtschaftliche Verknüpfung von Brandenburg, Deutschland und Polen. Deshalb ist jede zusätzliche Brücke, jede neue Schiene, jede neue Schwelle ein Schritt nach vorn. Wir wollen mehr deutsch-polnischen Schienenverkehr. Dazu bedarf es gemeinsamer Planungen und Umsetzungen.“ Besonderes Augenmerk liege dabei, so Woidke nach dem 5. Deutsch-Polnischen Bahngipfel im Potsdamer Kaiserbahnhof, auf den Verbindungen Berlin-Angermünde-Stettin, Berlin-Küstrin-Gorzow, Berlin-Frankfurt (Oder)-Warszawa und von Berlin über Cottbus und Görlitz nach Breslau.

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