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Spremberg: Lieber Freundschaft statt Sanktionen - Märkischer Bote - Märkischer Bote
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Spremberg: Lieber Freundschaft statt Sanktionen

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Spremberg: Lieber Freundschaft statt Sanktionen

6. Mai 2016 | Von | Kategorie: Spremberg |

Spremberg: Lieber Freundschaft statt Sanktionen

Die Bürgermeister Wiktor Solnzew (Schelesnogorsk) und Christine Herntier (Spremberg) unterschreiben den Partnerschaftsvertrag zwischen ihren Städten Foto: T. Richter-Zippack

Spremberg und Schelesnogorsk unterzeichnen Partnerschaftsvertrag:
Spremberg (trz). Aller guten Dinge sind drei: Nach Grand Forks und Szprotawa ist Schelesnogorsk die nunmehr dritte Partnerstadt der Spremberger. Während des Jahresempfangs der Spreestadt haben die beiden Bürgermeister Christine Herntier und Wiktor Solnzew die Partnerschaft mit ihren Unterschriften besiegelt.
Konkrete Projekte laufen bereits beziehungsweise sind in Planung. Beispielsweise die Teilnahme einer Spremberger Delegation an der großen Kursker Messe im kommenden Sommer. Darüber hinaus gibt es diverse wirtschaftliche Kontakte. Nach Angaben der Spremberger Wirtschaftsförderung ASG ist es sehr erwünscht, im Zuge des derzeitigen Strukturwandels in der Lausitz Partner von außerhalb mit ins Boot zu holen. Und warum nicht auch aus Russland? Fragt zumindest der langjährige ASG-Geschäftsführer Gerhard Hänel. Im Gegenzug gebe es bereits vier deutsche Firmen aus der Region, die sich für Geschäfte in Russland interessieren.
Sprachrohr nach Osten
Darüber hinaus wird auch Bildung großgeschrieben. Schon jetzt ist eine Studentin aus dem Kursker Gebiet für ein halbes Jahr beim Landkreis Spree-Neiße tätig. „Unser Sprachrohr nach Osten“, wie es Landrat Harald Altekrüger schmunzelnd ausdrückt. Zudem gibt es bereits erste Anfragen von Lausitzer Schulen, die sich für Kontakte mit russischen Jugendlichen interessieren.
Sanktionen sind Unsinn
Zustande gekommen ist die Städtepartnerschaft unter anderem durch das Engagement des früheren Spree-Neiße-Landrates Dieter Friese. Er fungiert als Vizepräsident der Arbeitsgruppe der europäischen Grenzregionen. Nach ersten Kontakten in den Jahren 2013/2014 wurden im Herbst 2015 Nägel mit Köpfen gemacht. Und im Frühjahr 2016 die Partnerschaft besiegelt.
Diese, darin sind sich alle Beteiligten einig, solle die deutsch-russische Freundschaft stärken. Die derzeitigen Sanktionen seitens der EU gegen das Riesenreich verurteilt Dieter Friese als Unsinn. „Was haben wir davon, wenn sich ein Markt mit 140 Millionen Menschen von Europa abwendet“, bringt der Politiker das Dilemma auf den Punkt. Die EU hatte die Sanktionen als Folge des Ukraine-Konflikts und der Wiederangliederung der Krim an Russland verhängt. Nicht zuletzt, so sagt Friese weiter, gebe es ohne Russland kein friedliches Europa. Und Sprembergs Bürgermeisterin Christine Herntier ergänzt, dass Beziehungen, die aus der Basis entstehen, wie eben die jetzige Städtepartnerschaft, sehr stabil seien und die Stürme der aktuell unruhigen Zeiten überdauern.




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