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Unternehmer in Sorge in Klein Oßnig

20. Juli 2018 | Von | Kategorie: Region |

Umgehungsstraße in Klein Oßnig in der Kritik.

 

Klein Oßnig (MB). Nicht los lässt die Unternehmer in Klein Oßnig die Aussage der Brandenburger Infrastrukturministerin Kathrin Schneider, die Planungen zur Umgehungsstraße Klein Oßnig forcieren zu wollen. Diese Aussage erfolgte im letzten Jahr. Seitdem sind die Geschäftsleute
aufgewühlt.
Rainer Dürre ist Inhaber der Gaststätte „Schön Oßnig“. Er lebt vom Durchgangsverkehr der B 169. Allein von Stammkunden und Feiern könne er nicht den notwendigen Umsatz erwirtschaften, um Betrieb und Arbeitsplätze zu erhalten, erklärt er. Eine Umgehungsstraße, wie ihn die Interessengemeinschaft B 169 aus dem Ort fordert, erteilt er eine klare Absage. Auch er wolle den Transitverkehr aus dem Ort heraus haben, um Lärm durch Lastkraftwagen zu mindern.
Aber die Bundesstraße müsse weiter durch den Ort führen, fordert er. So glaube er nicht, dass mit einer Umgehungsstraße plötzlich Ruhe einkehren werde. Zudem werde durch diese Umgehungsstraße nur das Problem verlagert. Auf gleiches Argument stützt sich der Unternehmer Matthias Krokor. So ist geplant, die Umgehungsstraße westlich am Ort vorbei zu führen. Diese liege dann über dem Ort. sodass der Lärm je nach Wind erst so richtig in das Dorf hereingetragen werde, fürchtet er. Zudem wären mit dieser Variante all jene Grundstückseigentümer betroffen, die sich im Ort ein ruhiges Baugrundstück ausgesucht und dafür auch mehr Geld bezahlt haben. Die neue Straße würde diese Grundstücke entwerten. Hier sei bereits neuer Ärger vorprogrammiert, prophezeit Matthias Krokor, der hier nur eine Verschiebung des Problems vom Hoftor zum Garten sieht.
Des Weiteren argumentiert der ortsansässige Unternehmer, dass diese B 169 seit den 30-er Jahren des vergangenen Jahrhunderts gewachsen sei. Gerade wegen dieser Funktion als wichtige Achse zwischen Südbrandenburg und Sachsen haben sich hier am Straßenrand viele Unternehmer angesiedelt. Die Umgehungsstraße würde deshalb zu einem Infrastrukturbruch dieser Entwicklung führen. Auch Rainer Dürre glaubt nicht, dass mögliche Gäste zuerst die neue Straße befahren werden, um dann wieder zurück in das Dorf hereinzufahren. Es werde das Angebot am Straßenrand gesucht.
So hoffen die Unternehmer, dass die Politik noch einmal umlenkt und alle Argumente bei der Planung berücksichtigt. Wie Matthias Krokor erklärt, mache sich die Lkw-Maut, die seit dem 1. Juli gilt, durch rückläufigen LKW-Verkehr spürbar bemerkbar.




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