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Verpasster Gartenschau-Joker?

Spremberg | Von | 16. Dezember 2016

Anregende Jahrbuch-Lesung im Spremberger Traditions-Weinhaus Gäßner

Spremberg (hnr.) Niederlausitzer „Schätze heben“ will das neue Jahrbuch „NIEDERLAUSITZ zwanzig-siebzehn“. Bei Lesungen in Cottbus, Senftenberg und Spremberg deutete sich an, wie sich das Anliegen erfüllt. Die kurzweilig geschriebenen Texte über die Brühls, den Reformator Briesmann, die wendischen Bankbegründer oder Unfallchirurg Professor Thiem wie auch  Ortsbegebenheiten in Welzow, Drebkau, Krieschow, Kolkwitz oder am Gräbendorfer See machen neugierig auf solche Schätze der Niederlausitz.
In Spremberg hörten die Bücherfreunde diese Woche ganz erstaunt, dass ein Spremberger in der ersten Hälfte des vorigen Jahrhunderts den Berufsstand der Gärtner deutschlandweit organisiert hat, die Meisterprüfung nach dem Vorbild des Handwerks einführte und selbst der erste Deutsche war, der sich als Gärtnermeister prüfen ließ. Natürlich mit Erfolg. Später schrieb er Bücher für Kleingärtner in hohen Auflagen, nach 1945 war er Pionier des Spremberger Naturschutzes.  Warum, so die berechtigte Frage aus dem Publikum, hat diese prominente Personalie bei der Bewerbung um die Landesgartenschau keine Rolle gespielt?
Die Antwort ist einfach: Es wusste niemand davon. Auch Ullrich Schmidt nicht, der Enkel dieses  großartigen Mannes. Bekannt war nur, dass Karl Erwig aus Slamen Gartenbücher geschrieben hat, die bis 1949 auflagenstark  erschienen. Angeregt durch Gespräche mit Buchherausgeber Jürgen Heinrich im „Pro Spremberg“-Verein, forschte Ullrich Schmidt im Familienarchiv seiner Schwester. Erst jetzt tauchten das nun veröffentlichte Manuskript und andere Dokumente auf, die Erwigs Begeisterung für die Stadt „am Mittelpunkt Deutschlands“ wiedergeben.
Ähnlich überraschend und höchst witzig erzählt Georg Ebers. Er besuchte 1852-56 das Cottbuser Gymnasium, war Gast im Schloss bei Fürst Pückler und wurde vielleicht durch ihn inspiriert, Ägyptologe – und später sehr berühmt – zu werden.



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