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Vögel fliegen auf den Spremberger Wolkenberg - Märkischer Bote
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Vögel fliegen auf den Spremberger Wolkenberg

23. Oktober 2015 | Von | Kategorie: Spremberg |

Vögel fliegen auf den Spremberger Wolkenberg

Ornithologe Ronald Beschow hat sich maßgeblich in die Entstehung des vogelkundlichen Wanderweges in der rekultivierten Landschaft bei Spremberg eingebracht. Die Route wurde im Spätsommer 2014 eröffnet Fotos: T. Richter-Zippack

Künstliche Anhöhe dient als Brut- und Rastplatz für gefiederte Freunde:
Spremberg (trz). Der Wolkenberg nordwestlich von Spremberg ist etwas ganz Besonderes. Es handelt sich nicht nur ein menschengemachter Hügel, auf dem neben neuem Wald auch junger Wein heranwächst; vielmehr hat sich die rund 160 Meter hohe Erhebung längst auch in der Vogelwelt „herumgesprochen“. Sie gilt dank ihrer abwechslungsreichen Strukturen als Heimat für rund 200 Arten. Mehr noch: Zu bestimmten Zeiten steuern auch viele Zugvögel den Wolkenberg an. Gerade jetzt im Herbst.
Wer Vögel beobachten will, muss früh aufstehen. Und günstige Bedingungen haben. Nämlich klares Wetter und Windstille. Dann kann es schon mal vorkommen, dass sich Naturfreunde in Acht nehmen müssen. Und zwar vor den Finken. Denn die gefiederten Freunde steuern direkt den Wolkenberg an, um die Erhebung auf geringer Höhe zu überqueren. „Sie fliegen einem dann fast um die Ohren“, weiß Ronald Beschow aus seiner jahrzehntelangen Erfahrung. Der Spremberger ist der Ornithologe der Region schlechthin. Egal, was gerade im Busch singt oder dutzende Meter über dem Experten am Himmel fliegt – der Vattenfall-Mitarbeiter weiß sofort, um welche Arten es sich jeweils handelt.
Jetzt im Herbst sind Finken am Wolkenberg häufig. Kein Wunder, befinden sich die kleinen Vögel doch auf ihrer großen Reise gen Süden. Wenn sie den Hügel nicht direkt überqueren, landen sie dort zur Rast. Denn der Tisch ist reich gedeckt. Grassamen, kleine Wasserflächen und viel Deckung locken.
Nicht zuletzt gibt es nicht wenige Vogelarten, die am Wolkenberg brüten. Ronald Beschow schätzt die Zahl auf gut 90. Darunter befinden sich Raritäten wie Brachpieper, Steinschmätzer und selbst Wachteln. Und nicht zu vergessen der Wiedehopf. Sein Konterfei ziert übrigens die Hinweissteine entlang des ornithologischen Wanderweges, der sich durch die Bergbaufolgelandschaft schlängelt. Auf 25 Kilometern können Naturfreunde  die Vogelwelt in Ruhe beobachten.




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