Weinbauern feiern 10. Vereinsgeburtstag

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Erstmals haben sich die Mitglieder des Gubener Weinbauvereins entschlossen, zwei Cuvees aus jeweils zwei sortenreinen Weinen zu kreieren. Was in großen Weinbaugebieten Alltag ist, wird in unseren Breiten noch argwöhnisch beäugt. Dabei kann die Komposition aus zwei guten Weinen einen noch besseren ergeben. Zum Jubiläum wird verkostet | Etiketten: Weinbauverein

Partner am Freitag in die Weinscheune geladen / Erstmals zwei Jubiläums-Cuvees kreiert
Grano (ha). Am 27. Dezember 2003 hat sich der Gubener Weinbauverein gegründet und eine beachtliche Entwicklung genommen, die weit über Stadtgrenzen hinaus für Aufmerksamkeit gesorgt hat. Für Freitag haben die Vereinsmitglieder viele Partnern und Wegbegleiter aus Deuschland und Polen zur Jubiläumsfeier in die Weinscheune geladen. Der lockere Nachmittag mit Geschichtlichem und Kulturbeiträgen des Granoer Chores, die von Anfang an die Wein-Veranstaltungen unterstützen, und mit der Gubener Gruppe „NanuNana“ wird gekrönt mit der Präsentation eines weißen und eines roten Cuvee. „Bisher haben wir nur Cuvees aus den Nachlesen verschiedener Traubensorten gebildet. Diesmal haben wir sehr sorgfältig acht der zehn reinen Weine verkostet. Jeweils zwei rote und zwei weiße Sorten werden dann den Cuvee bilden“, erklärt Günther Leckscheidt. Welche Sorten die Cuvees bilden, ist jedoch noch nicht entschieden. Erst am Montag will sich Kellermeister Wilfried Olzog entscheiden. Zum Jubiläum soll das Geheimnis gelüftet werden. Die Weinfreunde können bei der Wahl auf einen sehr guten Jahrgang zurück greifen. Sowohl Qualität als auch Menge sind äußerst erfreulich und Lohn der enormen Mühe.
Dass der Granoer Weinberg und Weinkeller genau beobachtet und als „Lernort“ genutzt wird, zeigt sich in der Tatsache, dass inzwischen mehr und mehr Weinvereine in Brandenburg ihre Lesen selbst ausbauen wollen. In Neuzelle, beispielsweise, entsteht derzeit ein neuer Weinkeller. Und auch im Netzwerk, das inzwischen ein fester Bestandteil des Gartenbauverbandes ist, sorgen die Granoer fürregen Austausch. So leitet Wilfired Olzog eine Arbeitsgruppe, die regelmäßig an verschiedenen Standorten Seminare ausrichtet.
„Das Jubiläumsjahr wollen wir auch nutzen, um den Wein als kulturelles Erbe weiter aufzuwerten“, blickt Lothar Müller voraus. Es gibt ein großes Interesse an alten Weinsorten, beispielsweise von unseren Freunden des Weingarten Vereins in Berlin. Unser Traum ist es, diese Sorten wieder in die Flaschen zu bringen.“ Das ist nicht ganz einfach, denn das Weinrecht ist eines der kompliziertesten in Deutschland. Aber mindestens drei Sorten warten auf eine Renaissance. Das wäre ein großartiges Geburtstagsgeschenk!