Tagebau-Widerstand formiert sich

Forster fordern mehr Infos zum Tagebau-Projekt:
Region (mk). Der polnische Energiekonzern PGE beabsichtigt ab 2030 jährlich etwa 17 Millionen Tonnen Kohle im Tagebau Gubin-Brody zu fördern und strebt gegenwärtig den Erwerb einer Konzession an. Die beanspruchte Bergbaufläche soll sich auf etwa 29 000 Hektar Fläche entlang des östlichen Ufers der Neiße von Guben bis Forst erstrecken. Matthias Geigk vom Forster CDU-Stadtvorband ist der Meinung, dass sowohl die Stadtverordnete als auch die Bevölkerung unzureichend über die Sachlage informiert wurde. Eine öffentliche Informationsveranstaltung gab es anders als in Guben in Forst nicht. Zudem wünscht Matthias Geigk eine engere Zusammenarbeit aller betroffenen Kommunen. In der Stadtverordnetenversammlung gefordert wurde deshalb, eine gemeinsame Kommission aus der Gemeinde Schenkendöbern, der Städte Guben und Forst zu schaffen. Diese soll sich mit den Auswirkungen des Tagebaus auf polnischer Seite beschäftigen. Weiterhin ist es Ziel, etwaige Einwendungen gegen den Tagebau in gemeinsamen Anträgen zu bündeln. Für die Stadt Forst soll unter anderem der Ortsvorsteher von Horno, Bernd Siegbert, Mitglied werden. Seine Bereitschaft hat er bereits zugesagt. Die drei Partner sollen in einer Kooperationsvereinbarung ihr weiteres Handeln abstimmen. Der Antrag zum Abschluss einer solchen Vereinbarung blieb bei den Forster Stadtverordneten ohne Gegenstimme.