Einwohner in Burg und Umgebung treffen sich zur Woklapnica

Das alte Jahr wird abgeklopft.

Burg (MB). Weit mehr als 100 Jahre alt ist die Tradition der „Woklapnica“, eine ganz besondere Einwohnerversammlung in den Dörfern der Niederlausitz. Seit Generationen trafen sich dort die Hofeigentümer mit dem Gemeindevorstand, um für das Dorf existenzielle Fragen zu erörtern. Der Bürgermeister legte Rechenschaft ab; klopfte das Jahr ab (wótklapaś/abklopfen). Termin war einst der 6. Januar, der Tag, der das Ende der 12 Heiligen Nächte bedeutete und zugleich das Ende der arbeitsärmsten Zeit des Jahres.

Bis heute ist die Woklapnica in den Dörfern des Amtes Burg eine wichtige Tradition, an der man festhält. Neben den Rechenschaftsberichten, den Präsentationen der Vereine und der Kirche fehlt ein Brauch nicht: Die neuen Wirte (Eigentümer eines Hofes), also die neuen Einwohner, kaufen sich in die Dorfgemeinschaft ein. Diese sind herzlich eingeladen, sich den alten Traditionen anzuschließen und sich vorzustellen.

In den Dörfern des Amtes Burg findet die Woklapnica wie folgt statt:
Am Sonntag, 4. Januar, um 16 Uhr in Burg, Aula der Grund- und Oberschule „Mina Witkojc“.
Am Freitag, 9. Januar, um 18 Uhr in Guhrow im Dorfgemeinschaftshaus. In Dissen geht es um 19 Uhr im „Wendischen Hof“ los.
Schmogrow startet ebenfalls um 19 Uhr in der Begegnungsstätte „Jung trifft Alt“.
Auch in Müschen (Dorfgemeinschaftshaus) und in Werben (Hotel „Zum Stern“) startet die Veranstaltung um 19 Uhr.

Am Freitag, 16. Januar, folgen:
Striesow (19 Uhr im „Dorfkrug“),
Fehrow (19 Uhr im Sportlerheim)
und Briesen (19.30 Uhr im Ballhaus).

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