Wiederbelebung der Gemeinde als oberstes Ziel:
Kleinleipisch (ysr). Die Kandidaten, die sich am morgigen Sonntag der Wahl zum Ortsvorsteher stellen, haben einiges gemeinsam. Sie alle eint der Wunsch, die jahrelang eher brach liegende öffentliche Ordnung wieder herzustellen und die dörfliche Gemeinschaft neu zu beleben. „Dazu müssen öffentliche Areale wie der Dorf-anger, die Schule und das Kulturhaus dringend saniert werden“, erklärt Reiner Winkler. Mit 65 der älteste der Kandidaten. Und er ergänzt: „Immerhin ist fast 25 Jahre lang nichts passiert.“
Auch bei der Infrastruktur gibt es augenscheinlich dringend Handlungsbedarf. Die im Herbst 2014 erworbene Eigenständigkeit von Kleinleipisch bildet einen wichtigen Grundstein für diese Maßnahmen. „Die Wahrscheinlichkeit Fördermittel vom Land zu erhalten ist damit deutlich höher als bisher“, sagt Ulrich Herz, Freiberufler. Mit dem wachsenden Wunsch, einen festen Ansprechpartner für die Stadt Lauchhammer zu haben und die Interessen der Kleinleipischer klar vertreten zu wissen, entstand im vergangenen Jahr eine unabhängige Interessenvertretung aus etwa 10 Mitgliedern, die sich einmal im Monat trifft.
Jüngstes Mitglied ist René Sowa, der dritte Kandidat im Rennen um den Posten als Ortsvorstand. Der junge Familienvater hält vor allem den Draht zur Jugend, in der er auch den Schlüssel zur Aufrechterhaltung des Ortslebens sieht. „Es wäre schön, wenn wir mehr junge Familien nach Kleinleipisch locken könnten“, sagt der 36-Jährige. Doch, und darin sind sich alle einig: „Dafür muss es hier attraktiver werden“.
Die dörfliche Gemeinschaft ist geprägt von Vereinen. „Unser Bogenenschützenverein ist sogar brandenburgischer Meister“, so Reiner Winkler. Zudem gibt es seit vielen Jahren Veranstaltungen wie die Sportwoche, den Bergmannstag, das Eisbeinessen am 3. Oktober und das gemeinsame Weihnachtssingen. Traditionen, die gepflegt und erhalten werden müssen. Für alle drei Kandidaten steht fest, unabhängig davon wie die Wahl ausgeht, die Gemeindevertretung wird sich weiter regelmäßig treffen und sich den Belangen der Kleinleipischer annehmen, gemeinsam mit dem Ortsvorstand.



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