Energie begeistert unter Flutlicht

FCE liefert gegen Nürnberg packendes Duell vor über 18.000 Zuschauern.

Das erste Flutlichtspiel in der 2. Liga nach über 12 Jahren stand gegen den 1. FC Nürnberg an.
Das erste Flutlichtspiel in der 2. Liga nach über 12 Jahren stand gegen den 1. FC Nürnberg an. Foto: Falk Eppert

Cottbus. Endlich war es wieder soweit. Das erste Flutlichtspiel in der 2. Liga nach über 12 Jahren stand an. Von nah und fern waren sie angereist, um sich das packende Spiel gegen den 1. FC Nürnberg nicht entgehen zu lassen.

Die Vorfreude und wahrscheinlich auch die Erwartungen an die Partie waren hoch. Die über 18.000 Zuschauer wurden nicht enttäuscht. Nach kurzer Abtastphase übernahm Energie die Kontrolle über das Spiel. Das intensive Anlaufen, das Verschieben der ballfernen Spieler und die schnellen und direkten Anspiele in die Spitze stellten die Gäste vor arge Probleme.

In den ersten 10 Minuten hatte der FCE drei hochkarätige Chancen durch King Manu, Justin Butler und Tolcay Cigerci. Auch danach gab es in dem flotten Spiel weitere Möglichkeiten. Wie aber schon in Darmstadt, belohnte sich die Mannschaft leider nicht für den hohen Aufwand. Ab Mitte der 1. Halbzeit kam Nürnberg besser in die Partie. Die exzellente Konterchance vom italienischen Nationalspieler Zoma konnte Henry Rorig mit einem beherzten Einsatz noch entschärfen. Nur kurz darauf kam der Toptorjäger der 2. Liga im 16er frei zum Abschluss. Sein Versuch strich nur knapp über die Latte. Beide Teams hatten weitere Möglichkeiten – wobei der Pfostentreffer von Nürnberg die Größte war – in Führung zu gehen. Die 2. Hälfte konnte das hohe Niveau vom ersten Durchgang nicht ganz halten. Das Spiel war weiterhin intensiv und spannend, ohne das in den ersten 15 Minuten große Torchancen zu verzeichnen waren.

Nach einer guten Stunde ging Energie in Führung. Michelbrinks genialer Pass über die Abwehrkette erlief Bittencourt gedankenschnell und war auf und davon. Er hätte auch selbst abschließen können. Leonardo Bittencourt entschied sich jedoch für die sichere Variante und legte den Ball dem mitgelaufenen Butler auf. Das war bereits sein 4. Treffer in Folge. Solch einen Lauf hatte ihm vor der Saison niemand zugetraut.

Leider konnte Energie erneut eine Führung nicht über die Zeit bringen. Nürnberg war spielerisch stark und fand in der Endphase der Partie viele gute Lösungen. Der Ausgleich in der 80. Minute war folgerichtig und auch verdient. Die Gäste drängten auf das 1:2, aber unsere Mannschaft hielt dem Druck stand. Am Ende stand ein Unentschieden, mit dem beide Mannschaften zufrieden sein können. Den Zuschauern wurde ein hochklassiges Spiel – dass alles hatte, was den Fußball ausmacht – geboten.

Am Samstag geht es für den FCE nach Heidenheim. Mit 15 Gegentreffern scheint der Absteiger aus der 1. Bundesliga allerdings nicht unüberwindbar zu sein. Die Leistung gegen Nürnberg lässt uns aber optimistisch auf die nächste Partie blicken. Falk Eppert

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