Energie erkämpft sich Punkt in Heidenheim

Trotz zahlreicher Ausfälle und drückender Überlegenheit der Gastgeber sichert sich der FCE mit großem Kampfgeist ein 1:1-Unentschieden.

Heidenheim / Cottbus (MB). Die Vorzeichen für das Spiel gegen den 1. FC Heidenheim standen sehr ungünstig. Neben dem verletzten Kapitän Borgman fielen auch noch Bittencourt, Butler, Hannemann und Pelivan aus. Alle Stammkräfte, die bisher sehr gute Leistungen abgeliefert haben und für die Spielweise des FC Energie eminent wichtig sind. Für „Pele“ Wollitz und sein Trainerteam hieß es nun improvisieren. Mit einer Dreierkette und einem neu zusammengestellten Mittelfeld ging es aufs Feld. Die Anfangsphase gehörte klar Energie Cottbus. Man war bissiger in den Zweikämpfen und brachte den Gegner mit seinen ständigen Positionswechseln in Schwierigkeiten.

In den ersten 10 Minuten hatte Energie ein paar gute Abschlüsse, die aber nicht zum Erfolg führten. Ab der 20. Minute war es ein lebhaftes Spiel, bei dem beide Mannschaften den Weg nach vorn suchten. Die Partie war ausgeglichen, wobei Heidenheim den Tick besser war. Die Zuschauer hatten sich schon fast auf ein 0:0 zur Pause eingestellt. Energie hatte aber etwas dagegen. Tim Campulka hatte den Ball am eigenen 16er am Fuß und wurde vom gegnerischen Stürmer intensiv angelaufen. Mit einer tollen Köpertäuschung ließ er den Spieler ins Leere laufen und trieb den Ball selbst mit Tempo nach vorn. Nach der Mittellinie legte er rüber auf Tolcay Cigerci. In seiner unnachahmlichen Art nutzte er den ihm sich bietenden Platz und spielte das Leder in den Lauf von Lucas Copado.

Mit viel Ruhe und Cleverness lupfte er den Ball am Keeper vorbei. Ein wirklich tolles Tor. Mit der nicht unverdienten 1:0 Führung ging es in die Pause. Heidenheim passte sein Spiel an, brachte ein paar frische Kräfte mit viel Qualität und war fortan die spielbestimmende Mannschaft. Der Ausgleich fiel leider schon in der 48. Minute, als Campulka einen Fernschuss mit der Hacke unglücklich ins eigene Tor lenkte. Heidenheim machte jetzt mächtig Druck. Energie konnte sich kaum noch befreien. Die wenigen ansatzmäßigen Kontermöglichkeiten wurden leider nicht clever genug ausgespielt. Die Hausherren hatten allerdings auch eine gute Restverteidigung. Ein Angriff nach dem anderen rollte aus das Tor von Energie zu. Lotka – der ein herausragendes Spiel machte – und seine Vorderleute hatten allerhand zu tun und auch das Glück des Tüchtigen. Am Ende blieb es beim 1:1 Unentschieden. Die Statistik sprach nur für Heidenheim. Bei einem Torschussverhältnis von 34:7 und einem Eckenstand von 15:2, hätte Heidenheim eigentlich als Sieger vom Platz gehen müssen.

Dass es nicht dazu kam, lag an der taktischen Meisterleistung von „Pele“ Wollitz in Halbzeit eins und dem aufopferungsvollem Einsatz aller Spieler. Das Spiel hat gezeigt, dass alle Spieler im Kader gebraucht werden und auch in der Lage sind, ihre Leistung abzuliefern. Gründe dafür sind die mannschaftliche Geschlossenheit, clevere Entscheidungen bei der Kaderzusammenstellung und ein Trainerteam mit Händchen, das durch viel Vertrauen das Beste aus den Spielern herausholt. Am 30.10.2026 steht schon das nächste Flutlichtspiel im LEAG Energie Stadion gegen den VfL Bochum an. Mit Blick auf die Tabelle wäre ein Erfolg in dem Heimspiel schon wichtig, um den Abstand zu den unteren Rängen nicht kleiner werden zu lassen.

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