Cottbus bleibt nach Punktgewinn in Duisburg weiter in Lauerstellung / Jetzt soll der Spitzenreiter stürzen
Es ist wieder Derbyzeit in Cottbus! Die letzten beiden Heimpartien vor Weihnachten stehen für den FCE unter dem Motto: Energie gegen den Rest des Ostens. In zwei Wochen tritt Union Berlin in der Lausitz an. Und mit Erzgebirge Aue ist morgen die Überraschungsmannschaft der Saison zu Gast im Stadion der Freundschaft. Der Aufsteiger ist direkt bis auf Rang eins durchgestartet und träumt nun vom Durchmarsch in die Bundesliga. Das wird keine leichte Aufgabe für unsere Jungs. Erst einmal unterlagen die Sachsen am dritten Spieltag in Osnabrück.
Dabei spielt Energie aber auch ein wenig gegen sich selbst. Neben Thomas Birk und Jan Hochscheidt durchliefen auch Toptorjäger Marc Hensel und Torwart Martin Männel die Jugendmannschaften des FCE. Männel kassierte in dieser Spielzeit die wenigsten Gegentreffer. Somit hat der Club aus dem Erzgebirge die Cottbuser Fußballerausbildung besser fortgesetzt als Energie selbst. Aktuell sind sie damit auch erfolgreicher.
Die größte Hürde dürfte es dabei im direkten Vergleich werden, die kompakte Abwehrreihe des Liganeulings zu durchbrechen. Dabei bissen sich Jula und Petersen schon gegen 1860 München die Zähne aus. Aue kann mit viel Selbstvertrauen in der Lausitz antreten. Dies dürfte unseren Kickern jedoch ähnlich gehen.
Vor allem der solide Auftritt am vergangenen Montag in Duisburg unterstrich die Ambitionen des FC Energie. Auch mit dem Resultat konnte die Truppe sehr zufrieden sein. Für Gäste ist in der Schauinsland-Reisen-Arena nämlich eigentlich nichts zu holen. Schließlich entschieden die „Zebras“ zuvor jedes ihrer Heimpartien für sich. Energie hingegen durfte sich zwischenzeitlich sogar Chancen auf einen Sieg ausrechnen. Jula brachte seine Elf nach einem klugen Spielzug über Kruska, Bittroff und den umsichtigen Roger zunächst in Front. Duisburg war bis dahin zwar häufiger im Angriff, Energie ließ jedoch keine gefährlichen Aktionen zu und versuchte den Gegner durch schnelle Angriffe zu überraschen. Erst nach dem Führungstreffer ließen sich die Gäste in der Defensive einschnüren. So entblößte eine Flanke aus dem Halbfeld die rechte Cottbuser Abwehrseite, wo Sahan unbedrängt zum Ausgleich einschieben durfte. Wenig später foulte Ziebig seinen Gegenspieler elfmeterwürdig. Der Pfiff blieb zum Glück aus.
So ging es auch nach dem Seitenwechsel weiter. Duisburg drängte auf die Führung, Energie hielt hinten dicht. So musste ein von Kruska verursachter Elfmeter zum 2:1 herhalten. Der FCE ließ sich allerdings nicht beirren und wurde nun wieder aktiver. Mit der ersten Offensivaktion nach dem Rückstand wurde das Team auch prompt belohnt. Einen Steilpass legte Bittroff auf Petersen quer. Der Torjäger ließ sich nicht zweimal bitten und schob seinen 10. Saisontreffer ein. Energie konnte sich somit durch solides Abwehrverhalten und zwei astreine Spielzüge im Verfolgerfeld etablieren. Morgen kann dann wieder zu Sprung auf Rang drei angesetzt werden.