Joachim Rohde fragt Top-Trainer im Fußballkreis.

Der Welzower SV Borussia 09 war Mitbegründer der Kreisliga des Fußballkreises Niederlausitz. Nach zweimaligen Abstiegen aus der Kreisliga (2002/03 und 2006/07) war lange Schluss mit dem Fußball in der höchsten Spielklasse des Kreises. Nach dem Stukturwandel 2013/14 verfehlte man der Verein die Relegation für die neue Kreisoberliga. Mit dem Beschluss, die Kreisoberliga auf 16 Mannschaften aufzustocken, gelang den Borussen der Sprung in die Kreisoberliga, wo gleich der vierte Platz erreicht wurde. Dort stehen die Borussen auch jetzt.
Herr Mühlpfort, nach der langjährigen Statistik haben Sie des Öfteren Platz vier belegt. Auch jetzt, punktgleich mit Guben II und Viktoria Cottbus. Welcher Platz soll es am Ende werden?
Christian Mühlpfort: Die Tabelle „lügt“ momentan noch etwas, da wir zwei Spiele mehr absolviert haben. Dennoch soll ein Platz unter den Top Fünf gehalten werden. In der Rückrunde wird dies keine leichte Aufgabe, da es insbesondere in den direkten Duellen teils klare Niederlagen gab. Wichtig wird sein, die Defensive zu stabilisieren, da wir in der oberen Tabellenhälfte mit Abstand die meisten Gegentore kassiert haben. Während es momentan bereits 33 Gegentore sind, waren es in der ganzen Vorsaison „nur“ 44 nach doppelt so vielen Spielen.
Konnten Sie sich für die zweite Halbserie spielermäßig verändern und wer sind diese Spieler?
Ch. M.: T. Zieger wird zum Start in die Rückrunde für Schwarz-Gelb auflaufen. Er wechselt von der TuS Weinböhla zu den Schwarz-Gelben. Mit seiner Erfahrung und den spielerischen Qualitäten erhoffen wir uns sowohl defensiv als auch offensiv eine Verstärkung. J. Eschenhorn wird die 09er in Richtung Peickwitz verlassen. Damit verlieren wir einen gut veranlagten jungen Spieler. Wir hoffen natürlich, dass er seine Heimat nicht vergisst und vielleicht einmal zurückkehrt.
Mit acht Siegen und zwei Unentschieden haben sie 26 Punkte eingefahren. Soll es in der zweiten Halbserie ähnlich so laufen?
Ch.M.: Grundsätzlich ist das erste Ziel, die 40 Punkte zu erreichen, um nicht in Abstiegsängste zu kommen. Danach schauen wir mal, was noch so geht. Wenn man in der Liga nicht Woche für Woche 100 Prozent gibt, kann jeder jeden schlagen. Wir hatten saisonübergreifend in 45 Spielen nicht einmal die gleiche Startformation. Insofern ist ein großes Ziel für die Rückrunde Beständigkeit, damit es auch gegen die Top Fünf Mannschaften gelingt, Punkte zu holen.
Viel Glück dabei. Wer wird Ihrer Ansicht nach Kreismeister der Saison 2024/2025?
Ch.M.: Hätten Sie mich in der Sommerpause gefragt, hätte ich ganz klar gesagt, dass die Spielgemeinschaft Briesen/Dissen Kreismeister wird. Allerdings hat Briesen/Dissen wieder typische „Briesen/Dissen-Sachen“ gemacht und ist denkbar schlecht in die Saison gestartet. Mit Blick auf die aktuelle Tabelle und der Bilanz von null Niederlagen ist die SG Sielow klar in der Favoritenrolle. In der Rückrunde wird sich zeigen, wie die Mannschaft damit umgehen kann. Sollte es dort doch noch Punktverluste geben, ist die Konkurrenz noch in Schlagdistanz.
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