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In die Lausitz-Gans gehören knackige Äpfel

27. Oktober 2017 | Von | Kategorie: Ratgeber, Top-Themen |

In die Lausitz-Gans gehören knackige Äpfel

So sehen wohlgenährte Lausitzer Gänse aus. Leben sie in Freiheit wie hier in Reinpusch bei Schorbus, schmecken die Tiere gleich noch besser
Foto: T. Richter-Zippack

Lausitzer Gastronomen laden zum Schmaus anlässlich des Martins- und Hubertustages ein.

Region (trz). Der November beginnt mit einer ganzen Reihe von Gedenktagen: Allerheiligen am Monatsersten, Allerseelen am Zweiten, Hubertustag am Dritten, Carolus am Vierten, St. Leonhard am Sechsten und schließlich St. Martin am 11. November. Für jeden dieser Tage gibt es besondere Riten und Bräuche, am bekanntesten dürften die Martinstag-Traditionen sein. Insbesondere natürlich die leckeren knusprigen Martinsgänse. In der Niederlausitz gibt es mehrere Höfe, auf denen die Schnattertiere das ganze Jahr lang gehegt und gepflegt werden. Und gar nicht so wenige Hobbylandwirte halten sich ihre fünf, sechs, sieben, mitunter auch 20 Gänse auf eigenem Grund und Boden.

 

Im Stall versteckt

 

Im Herbst sind die Tage dieser Tiere allerdings gezählt. Oft kommt in der Lausitz schon zur Kirmes eine Gans auf den Tisch, spätestens aber zum Martinstag am 11. November. Kein Wunder, dass auch in vielen Gaststätten der Region knusprige Gänsekeulen mit Rotkraut, Kartoffeln oder Klößen angeboten werden.
Warum es eine Gans und nicht etwa eine Ente oder ein Huhn sein darf, ergibt sich aus dem historischen Hintergrund. Demnach soll sich der Namensgeber des Martinstages in einem Stall versteckt haben, um der Wahl zum Bischof zu entgehen. Durch das Gänsegeschnatter wurde Martin aber gefunden. Letztendlich mussten fortan die Tiere büßen. Eine andere Legende besagt, dass die Schnattervögel den späteren Bischof Martin immerfort beim Predigen gestört haben sollen.
Und seien wir ehrlich: Ein perfekt zubereiteter Gänsebraten ist die Krönung der Lausitzer Küche!
In vielen Familien, insbesondere in den Dörfern, wird diese Kunst bis heute von der Mutter an die Tochter weitergegeben. Meist gesellt sich auch die Großmutter hinzu, die nicht selten noch an die ganz speziellen Familienrezepte erinnert. Auf jeden Fall sollte das Fleisch wohlschmeckend, cross und zart sein.

 

Aroma ganz wichtig

 

Wie dies gelingt? Nun, zum einen sollte die Gans nicht unbedingt aus dem Supermarkt, sondern vielmehr von einem heimischen Bauernhof kommen. Für die Lausitz typisch sind die apfelgefüllten Gänse. Dadurch erhält das Fleisch einen besonderen aromatischen Geschmack. In anderen Gegenden kommen diverse andere Zutaten in die Tiere, beispielsweise Orangen, Birnen oder Majoran.
Darüber hinaus werden bis heute nach dem Essen die übrig gebliebenen Knochen genau unter die Lupe genommen. Präsentieren sie sich in blauer Farbe, ist ein strenger Winter zu erwarten, sagen die alteingesessenen Bauern.
Herbst ist auch die hohe Zeit der Jagd.

 

Gesundes Wildfleisch

 

Am 3. November ist Hubertustag, benannt nach dem Schutzheiligen der Jäger. So verwundert es nicht, dass jetzt auch Wildgerichte hoch im Kurs stehen. Vom heimischen Jäger schmeckt es natürlich mit am besten. Viele Gasthäuser kaufen inzwischen ihr Wildfleisch gleich vor Ort ein. Rehkeulen, Hirschragout, gebratenes Wildschwein oder auch eine frische Ente: Die Vielfalt ist schier unerschöpflich. Und noch etwas: Wildfleisch schmeckt nicht nur erstklassig, sondern ist aufgrund seines Vitaminreichtums auch sehr gesund.
Egal, ob Gans, Wild oder frischer Lausitzer Fisch: Lassen Sie es sich also richtig schmecken!




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