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Cottbus: Zum Lachen und Weinen

Kultur & Service | Von | 25. Oktober 2019

Erfolgreiches 20. Puppenspiel-Fest im Piccolo

Puppenfest

Der geschlagenen Ritter von der traurigen Gestalt und sein zum Ballett tendierender Knappe Sancho Pansa in der Frankfurter „Don Quichote“-Interpretation Foto: J. Heinrich

Cottbus (hnr.) „Puppen machen alles, was kein Mensch kann“, sagt Martina Kohlschmidt, die sich als Festspielchefin nach Jahrzehnten vom Cottbuser Puppentheater höchst ehrenvoll verabschiedete. Sie hatte maßgeblichen Anteil, als der Förderverein aus Anlass des 35jährigen Bestehens der Puppenbühne „Regenbogen“ im Jahr 2000 das Fest „Hände Hoch!“ erfand und auf vielen Bühnen der Stadt verwirklichte. Inzwischen sind die Puppen und ihre Spieler und Spielerinnen im Piccolo zuhause, wo letztes Wochenende das Jubiläum mit 15 Inszenierungen sehr erfolgreich lief. Es waren einige der besten aus den beiden ereignisreichen Jahrzehnten, darunter ein Abend mit Ilka Schönbein und dem Theater „Meschugge“ aus Südfrankreich als Highlight gleich am Eröffnungsabend.
Das Kulturministerium hatte dem Festival 20 000 Euro beigesteuert, und so konnte der Verein sich qualitätvoll manche künstlerischen Wünsche erfüllen. Ministerin Martina Münch war selbst unter den Zuschauern (wie schon oft in den letzten Jahren) und hatte anerkennende Worte für das Figurenspiel und alle, die auf der Bühne, davor und dahinter daran beteiligt sind.
Zum Finale am vergangenen Sonntag zeigte das Frankfurter „Theater des Lachens“ mit „Don Quichote“, was Martina Kohlschmidt mit ihrem Satz meint: Die weltliterarische Handlung geriet ganz in den Hintergrund, angesichts der Improvisation ihrer Protagonisten. Getrieben von drang- vollen Tönen des „Live-Orchesters“ (Streichquartett) agierten sie in körperlichen Einzelteilen, wirbelten in transparenten Tüchern mit den Windmühlenflügeln durch ein ritterliches Wagnis, und zur Krönung streckte der kugelrunde Knappe seine Halbschuhe zur „Schwanensee“-Geste.
Da hieß es: Hände hoch zum Beifall!



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