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Dahl-Gemälde zurück in Cottbus - Märkischer Bote
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Dahl-Gemälde zurück in Cottbus

Dahl-Gemälde zurück in Cottbus
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Dahl-Gemälde zurück in Cottbus

3. September 2021 | Von | Kategorie: Kultur & Service |

Ausstellung in Branitz zeigt restituiertes Gemälde der Cottbuser Carl-Blechen-Sammlung

Dahl-Gemälde zurück in Cottbus

Das Bild zeigt das Neustädter Ufer in Dresden mit Blick aus Dahls Wohnung, die er gemeinsam mit Caspar David Friedrich bewohnte.
F.: E. Walford

Cottbus (MB). Mit der Präsentation des Gemäldes „Elbe und Neustädter Ufer in Dresden im Abendlicht“ (1837) von Johan Christian Dahl (1788–1857) am Mittwoch kehrt nach mehr als 75 Jahren eines der Hauptwerke der Carl-Blechen-Sammlung zurück nach Cottbus. Vorausgegangen war eine nationalweit beachtete Restitution des Bildes durch die Hamburger Kunsthalle. Eine kleine Ausstellung zeigt bis zum 27.9. Verlust und Rückkehr. Das Gemälde wurde 1914 zusammen mit zwei weiteren Arbeiten des Künstlers von der Witwe des Dahl-Forschers Andreas Aubert aus den Mitteln der Cottbuser Grosche-Stiftung erworben. Es zählt damit zu den frühesten Werken der städtischen Carl-Blechen-Sammlung.
„Verdienstvoll hat 1913 Oberbürgermeister Paul Werner die Tradition von Cottbus als Heimstätte von Werken von Carl Blechen und seines Kreises begründet. Diese inzwischen nach der Nationalgalerie Berlin zweitgrößte Blechen-Sammlung weltweit hat lange eines ihrer frühen Meisterwerke vermisst. Daher ist die Rückgabe aus Hamburg für unsere Stadt von höchster Bedeutung“, betont Oberbürgermeister Holger Kelch, der auch stellvertretender Vorsitzende des Stiftungsrats der SFPM ist.
Das Gemälde von Blechens Zeitgenossen und Inspirationsquelle, dem Norweger Dahl, blieb nur knapp 30 Jahre in Cottbus. Seine Odyssee begann in den letzten Wochen des Zweiten Weltkrieges, als Fliegerbomben das Ausweichquartier der städtischen Kunstsammlung im Gutsschloss Klein-Döbbern trafen. Ein kleiner Teil der 86 Gemälde war zerstört oder stark beschädigt und mindestens 13 Werke wurden entwendet. Auch das Dahl-Gemälde blieb verschwunden.
Es tauchte erst 1988 wieder auf, als es von der Hamburger Kunsthalle angekauft wurde, obwohl schnell klar war, dass es sich um ehemaligen Cottbuser Stadtbesitz handelte. Da keine offizielle Rückgabeforderung der DDR vorlag, wurde von einer Rückabwicklung des Kaufes abgesehen. Später begannen jedoch intensive Provenienzrecherchen, die erst 2020 mit der Rückgabeverhandlung zum Abschluss kamen.

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