Die neunte Geschichten-Sammlung von Hartmut Schatte ist erschienen

Kathlower Enten, Elefanten und Leute.

Hartmut Schatte: Kess illustriert vom Kathlower Günther Siebert
Kess illustriert vom Kathlower Günther Siebert

Region. Um die 70 Bücher und Büchlein hat der promovierte Pädagoge in den 2000er Jahren produziert, und er strebt wohl die 100 an, wenn man die Andeutungen über seine prall gefüllten Notizbücher richtig deutet. Die meisten handeln von Guben und Umgebung, wo der gebürtige Sachse Hartmut Schatte aufgewachsen ist. Vielfach protokolliert er Biografisches oder Erlebtes seiner Lausitzer Mitmenschen, gern auch prominenter Leute oder solcher, die es waren oder werden könnten.

Einem kurzweiligen Reigen tierisch getitelter Büchlein hat er soeben 200 Seiten über „Die Enten von Kathlow“ hinzugefügt. Die Vögel, vorzugsweise Laufenten, die lästigen Nacktschnecken den Kampf ansagen, kommen zu dieser Ehre, weil dem Autor Kathlow und die Menschen dort gefielen und weil das Dorf zu DDR-Zeiten für seine leistungsstarke Entenmastanlage bekannt war. So funktionieren viele der Schatte-Geschichten: Er schlägt große Bögen der Zeitgeschichte und zeichnet damit lebhafte Bilder das Niederlausitzer Alltags. Manchmal passiert das auch in etwas holprigen Reimen oder so knapp und zugespitzt, dass sechs Druckzeilen für eine ganze Anekdote reichen. Oder gar nur dreieinhalb, wie im mundartlichen Dialog mit seinem 102jährigen Freund Paul. Etwas mehr Platz gewährt er Elefenten-Pflegin Yvonne, die mit den Dickhäutern Sundali, Karla und Preya aus dem Cottbuser Tierpark eine Heldin wird, weil die „Gubener Pflanze“, wie er selbst, einst im Deulowitzer See badete. Über den und die Zoo-Elefanten gibt es zudem eigenständige Buchtitel von Hartmut Schatte. Allesamt zu empfehlen als entspannende Lektüre so zwischendurch, auch als Mitbringsel für nächste Besuche. H.

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