Legitimer Lockdown-Bruch: Kunst kommt zum Publikum / 13 Originale aus dem Kunstmuseum dkw bis 14. Februar in sieben Cottbuser Schaufenstern.

Cottbus (hnr.) Passanten halten ein: Ist das nicht „Café Liolet“ von Clemens Gröszer, ein Publikumsliebling aus dem dkw, dem Brandenburgischen Museum für moderne Kunst!?
Genau! Im Galeria-Kaufhof-Schaufenster ist das Original zu sehen, und jenseits der Tram-Trasse im Buchhaus Hugendubel schauen Leichtathletin Gunhild Hoffmeister, gemalt vom Cottbuser Rainer Mersiowski, und am anderen Ende der Glasfront ein Werkswachmann von Hans Scheuerecker aus dem Fenster.
Die Kunst hat den Lockdown nicht länger ertragen, sprengt die heiligen Galerie-Mauern und kommt zum Publikum. Neben den Genannten sind Werke von Lothar Böhme, Dieter Dressler, Hubertus Giebe, Klaus Killisch, Claudia Kutžera, Will Lammert, Wolfgang Peuker, Harald K. Schulze und Hildegard Stilijanow auf insgesamt sieben Schaufenster in der Innenstadt verteilt. QR-Codes oder Links direkt an den Scheiben geben Informationen zu den Künstlern und Kunstwerken.
„Wir haben farbenfrohe, lebensbejahende Menschendarstellungen ausgewählt, die von 1971 bis 1991 entstanden sind“, sagt Dr. Ulrich Röthke, Kustos für Malerei, Grafik und Skulptur im dkw. Die Aktion „Die Kunst zieht um die Häuser“ folgt einer Idee aus dem Druck des Lockdowns. Das Museum im Goethepark ist seit Monaten geschlossen, will aber mit einem breiten Publikum im Gespräch bleiben. Röthke: „Die Handelsunternehmen waren sofort begeistert.“ Museumstechniker wollen jetzt versuchen, an einigen Stellen noch die Beleuchtung zu verbessern.
Bis zum 14. Februar bleiben das die Kunst-Standorte: Boutique ARINA, Buchhandlung Hugendubel, Cottbuser Kaffeerösterei, Optiker Fielmann, Galeria Karstadt Kaufhof und Foyers des Rathauses am Neumarkt.
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