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Csárdásfürstin: Ganz ohne Weiber geht die Chose nicht…

Feuilleton | Von | 29. Juni 2018

Anmerkungen zur „Csardasfürstin“ im Staatstheater Cottbus.

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DIE CSÁRDÁSFÜRSTIN Szenenfoto | Foto: Marlies Kross

Cottbus. Im Mittelpunkt steht die Chansonette Sylva Varescu (selbstbewusst und in schönem Sopran Mine Yücel). Champagnerlaune umhüllt sie, die Männerherzen fliegen ihr und all den anderen Schönen entgegen, während ER, der Krieg, dargestellt in einer gespenstischen, stummen Figur (ganz konsequent unmenschlich Daniel Heck) allgegenwärtig ist.
Regisseur Thoamas Weber-Schallauer hat Kalmans erfolgreichster Operette (U: 1915) hier in Cottbus diesen mystischen Akzent gegeben, ohne das schwelgende Meisterwerk (musikalische Leitung: Alexander Merzyn) zu beschädigen. Er ist Österreicher, und badet in glückseligem Stoff: „Die Mädis vom Chantant..“ „Machen wir’s den Schwalben nach…“ oder „Ganz ohne Weiber geht die Chose nicht..“ Wie schön! Bei dem Weiber-Marsch brandete dann im ersten Akt auch der erste Beifall auf, der sich zu Ende hin stetig steigerte.
Der US-Amerikaner Martin Shalita (ab kommende Spielzeit fest in Cottbus) singt sauber, aber im Spiel verhalten den verliebten Edwin, der Standesgrenzen bricht und hofft, das Graf Boni (mit strahlendem Gesang und Spielwitz Hardy Brachmann) ihm hilft. Herausragend auch Liudmila Lokaichuk als Komtesse Stasi. Prächtig frivol oder kriegsversehrt bringen sich das Ballett (Choreografie: AnnaLisa Canton) und als lustvoll-feine Gesellschaft die Damen und Herren des Chores (Leitung: Christian Möbius) ein.
Eine schöne Ensembleleistung, leicht und schwungvoll, wie Operette sein soll. Heute und am 5. und 7. Juli nächste Vorstellungen. Hnr.

Mehr auch unter: auf der Internetseite des Staatstheaters Cottbus .



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