RUDEK und Tschaikowski im TheaterNative C

Unsichtbare Liebe: Pjotr und Nadeschda von Meck.

Cottbus (P.L.) Nächsten Sonnabend (22.11.) lädt der Kulturverein RUDEK erneut zum Treffen in der Vorweihnachtszeit ein. Wieder geht es um ein Künstlerpaar, um Geheimnisse der Liebe, um Selbstzweifel und grandiose Erfolge. Allerdings sind sich die Protagonisten dieses literarisch-musikalischen Abends nie begegnet. Pjotr Iljitsch Tschaikowski – ein Genie der russischen Musik – und Nadeschda Filaretowna von Meck – eine reiche Kunstmäzenin – verband eine ungewöhnliche, intensive Brieffreundschaft.

Tschaikowski ist einer der meistgespielten Komponisten der Welt. Seine Sinfonien künden von Liebe, Tod und Vergänglichkeit, die Ballette sind von unnachahmlicher Schönheit. Doch hinter den Märchen vom „Nussknacker“ und „Schwanensee“ stand ein Mensch voller Widersprüche und Ängste.

Die reiche Musikfreundin von Meck schrieb an den Komponisten: „Ohne Liebe kann man nicht leben – selbst wenn man 44 Jahre alt ist, elf Kinder hat und ein riesiges Vermögen zu verwalten: Häuser und Ländereien, Fabriken und private Eisenbahnen“. Ihr verstorbener Ehemann hinterließ ihr ein riesiges Erbe, das sie mit fester Hand verwaltete. Sie unterstützte Tschaikowski finanziell so großzügig, dass er sich ganz auf seine Kunst konzentrieren konnte.

Beider Korrespondenz dauerte 13 Jahre. Sie nannten sich „Seelenverwandte“ und schrieben sich fast täglich, über 1200 Briefe, aber sie trafen sich nie. Warum die Korrespondenz abrupt abbrach, bleibt auch für Fachleute ungeklärt.

Mit dem Geheimnis dieser Beziehung beschäftigt sich die Lesung. Tschaikowskis Briefe liest Matthias Greupner. Am Klavier begleitet Emin Mamedov, Pianist aus Berlin. Zauberhafte russische Romanzen singt Irina Epinger. Am Ende werden Lieblingsspeisen des Komponisten verkostet. 22. November, 18 Uhr, TheaterNative C.

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