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Sardinen, Sardinen - sonst nichts - Märkischer Bote - Märkischer Bote
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Sardinen, Sardinen – sonst nichts

6. April 2018 | Von | Kategorie: Feuilleton |

Anmerkungen zum „Nackten Wahnsinn“ an der neuen Bühne Senftenberg

 

Sardinen, Sardinen - sonst nichts

Tom Bartels, Eva Kammigan und Hanka Mark in „Der nackte Wahnsinn“ an der „neuen Bühne“ Foto: Rasche

 

Senftenberg. Zum Kringeln sei das Ganze. Lacher ohne Ende. Der nackte Wahnsinn eben. Aber genau das passiert nicht in Senftenberg. Ernste Stille im Parkett, endlich nach einem schönen Slapstick von Tom Bartels im zweiten Teil mal ein Szenenapplaus. Aber Lacher? Fehlmeldung.
Johanna Schall, vormals Gastprofessorin in Toronto, hat zu akademisch inszeniert. Den Texten ist in dieser Dichte kaum zu folgen, Wirkungslücken, in die das Publikum sich flüchten kann, fehlen.
Dabei hat ihr Ulrike Reinhard ein wunderschönes Bild, gänzlich in Großblumentapete (sogar der Fernseher), mit unzähligen Türen gebaut, die beidseitig bespielt werden. Denn der Gag ist: Wir erleben Theater im Theater. Ein Stück wird inszeniert und geht in alle Fallen. Was sich vor und hinter der Bühne darbietet, ist urkomisch und – wie bei einer wirklich guten Komödie – mitunter auch todtraurig. Die Schauspieler arbeiten das Pensum mit enormem Fleiß ab. Mit täppischer Eleganz sticht unter allen Eva Kammigan als Dotty hervor, die immer wieder Sardinen bringt und sich in Telefonstrippen wickelt. Friedrich Rößiger muss als Regisseur-Darsteller verzweifeln und überschlägt sich in Jähzornsanfällen. Nach der Genaralprobe, die sich Panne für Panne hinschleppt, dreht sich die Bühne und öffnet komödiantische Seelenqualen, Streitereien und Gemächtel. Wie in einer weiteren Phase daraus dann doch noch Theater wird, ist konzeptionell geradezu genial aufstrippt. Aber eben nicht wirklich lustig. Sicher spielt sich das noch ein. J.H.




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