
Improvisationstheater als helles Sommervergnügen.
Senftenberg. Obwohl ganz in schwarz, ist es ein helles Sommervergnügen. Ausstatterin Nora Maria Bräuer hat alle Farbe und jegliches Schleifchen entfernt, damit allein die Gesichter, die Hände, die Mimik, die Gestik, die Worte wirken. Denn es geht um Punkte. Um Sieg oder Niederlage. Regisseur Sebastian Volk bestellt dazu jeweils zwei betont zickige Juroren, lässt einen kopfrechenschwachen Moderator auftreten und verpflichtet zwei Teams zu größtmöglicher Albernheit. Mannschaft „Schaschlick“ gegen „Die furchtlosen Vier“. Soviel ist verabredet, viel mehr eigentlich nicht. Vermutlich noch die Runden-Themen, denn die wenigen Requisiten sind passend zur Hand.
Spielt was mit Blumen, heißt es dann. Oder: Seid tragisch!
Richtig, jeder Schauspieler kennt das von Aufnahmeprüfungen oder „warm up“ im ersten Semester. Aber seit Keith Johnstone (britischer Dramaturg in Kanada) lassen sich weltweit, demnach sowieso in Senftenberg, mit Improvisation große Bühnen füllen.
Unter dem Titel „Theatersport“ war am Mittwoch Premiere, und ein auffallend junges Publikum hat sich köstlich amüsiert. Es spielten Tom Bartels, Samia Chancrin, Robert Eder (diesmal Moderator) Patrick Gees (der Aufmüpfige, schön unaufgeregt) Alrun Herbing, Marianne Helene Jordan (die immer Kokettierende mit Extra-Bravos), Hanka Mark, Anna Schönberg und Sebastian Volk. Wer in welche Position gestellt wird, ergibt sich zu jeder Vorstellung neu, auch die eingeworfenen Themen ändern sich. Das Spannende liegt darin, zu beobachten (und ein Stück weit auch zu genießen), wie sich Schauspieler, die jeder von großen Rollen kennt, in kleinen Zufallsmomenten zurecht finden. Da gab es Szenen, die missglückten, und es gab solche, die bekamen Beifall wie der beste Hamlet. Sehr spannend! J.Hnr.







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