
Die eG Wohnen errichtet Häuser mit Pauschalmiete und Energie-Flatrate.
Cottbus ( MB/jk). Es geht voran gegenüber der Theodor-Fontane-Schule in Cottbus: Nach dem Spatenstich am 6. Juli 2017 wurde am 10. August der Grundstein für die zwei energieautarken Wohnhäuser mit 14 unterschiedlich großen Wohnungen gelegt und die Zeitkapsel im Mauerwerk feierlich einbetoniert.
„Die Wohnungsgenossenschaft eG Wohnen will den Mietern eine auf mehrere Jahre garantierte Pauschalmiete bieten – inklusive einer Energie-Flatrate für Wärme und Strom. Das ist eine Revolution im Wohnungsmarkt.“, so Uwe Emmerling, Geschäftsführer der eG Wohnen. Diese Häuser versorgen sich selbst mit Wärme und Strom aus der Sonne. Daher kommt auch der Begriff „Sonnenhäuser“. Über großflächige Solarpaneele und separate Stromspeicher, die durch Sonneneinstrahlung aufgeladen werden, können die Wohnungen nahezu unabhängig mit Heizung, Strom und Warmwasser versorgt werden. Die Dächer werden mit 50 Grad steiler als üblich, damit im Winter bei tief stehender Sonne viel Wärme und Strom erzeugt werden kann. Erzeugte Heizenergie, die gerade nicht benötigt wird, fließt für den späteren Verbrauch in einen Langzeitwärmespeicher mit ca. 24 m³ Fassungsvermögen. Die Energiekosten sollen dadurch für die Mieter halb so hoch sein wie in einem Gebäude mit Passivhausstandard und externer Versorgung. Beim Neubau von Einfamilienhäusern wird diese Technologie schon vereinzelt genutzt. In dem Bereich der Mehrfamilienhäuser ist die eG Wohnen Vorreiter auf diesem Gebiet und geht somit einen großen Schritt mit der Entwicklung von Wohnhäusern.
Das Projekt wurde von Professor Timo Leukefeld aus Freiberg in Sachsen konzipiert. Er hat bereits mehrere vernetzte energieautarke Gebäude geplant und lebt und arbeitet selbst in zweien. „Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass das Konzept funktioniert“, sagt Leukefeld. „Die Leute können sich bewegen, wie sie wollen und brauchen sich nicht an die Technik anzupassen“, benennt Leukefeld einen wesentlichen Vorteil des solaren Baukonzeptes. Die Mieter sollen nicht extrem mit Energie sparen, sondern sich in den Häusern wohlfühlen, betont der Genossenschafts-Vorstand. Das könnten bereits vorhandene Genossenschaftler, aber auch Neumitglieder sein.
Am 22.August erfolgt der Einbau der neun Meter hohen Langzeitspeicher mit feierlicher
Speichertaufe.






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