Einzelhandelskonzept sieht Gewerbekonzentration in der Innenstadt vor:
Forst (mk). Um wieder an Fördermittel für die Innenstadt-Entwicklung zu kommen, muss Forst sein Einzelhandelskonzept vom Jahr 2008 überarbeiten. Ein Dresdener Projektbüro hat dies nun getan. Die Experten kreisen den Innenstadtbereich, der für diesen Handel im besonderen Maße steht, ein. Im Vergleich zum vergangenen Konzept wird dieser zentrale Versorgungsbereich immer kleiner. Die Cottbuser Straße und die Berliner Straße ab der Post sind demnach der zentrale Einzelhandelsbereich.
Das ist auch gut so, erklärt Andreas Wolff vom Gewerbeverein. „Wir wollen das Gewerbe vom Zentrum ab ausbauen, um das Angebot nicht zu zerstü-ckeln“, begründet er diese Konzentrierung bei einer Workshop-Sitzung am Dienstag zum Einzelhandelskonzept. Wie Florian Schäfer vom Projektbüro ermittelt hat, gibt jeder Forster 4669 Euro im Jahr für den Einzelhandel aus. In Gesamtdeutschland sind es durchschnittlich 5410 Euro.
Das Kaufkraftniveau in Forst liegt somit bei 86,3 Prozent. Im Vergleich dazu beträgt dieses Niveau in Spremberg 89,2 Prozent und in Cottbus 92,9 Prozent. In Euro gerechnet kann der Forster Einzelhandel mit
141 Millionen Euro jährlich rechnen. Über die Hälfte davon entfällt auf den Einkauf von Lebensmitteln. Im Vergleich zum vergangenen Einzelhandelskonzept hat die Kernstadt über 2000 Einwohner verloren. Somit ist auch die Kaufkraft rückgängig. Auch 43 Betriebe gibt es weniger.
Angelika Geissler vom Fachbereich Stadtentwicklung ermutigt alle, die Geschäfte der Forster Innenstadt zu unterstützen. Durch die Nähe des Oberzentrums Cottbus hat es Forst als Mittelzentrum nicht leicht, sagt sie und bezeichnet die Forster Innenstadt als eine große Herausforderung, da ein künftiges Konzept auch realistisch sein soll.
Heike Korittke von der Bauverwaltung schlägt vor, zumindest den Südrand des Marktes als Potenzialfläche mit in das Konzept aufzunehmen. Helmut Ließ vom Seniorenbeirat und Katrin Berger von der gleichnamigen Buchhandlung wünschen sich in dem Konzept auch mehr Aussagen und Ideen zu unterversorgten Gebieten am Stadtrand. Hier werden die Wege zum Einzelhandel immer länger, kritisieren sie.
Die Workshopteilnehmer werden nun eine Liste erstellen. Gesammelt werden sollen Ideen, die zur Aufwertung der Innenstadt führen können. Für einen späteren Maßnahmeplan sollen diese Ideen mit in das künftige Einzelhandelskonzept der Stadt einfließen.








Schreibe einen Kommentar