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Kostenfalle Dachpappe - Märkischer Bote - Märkischer Bote
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Kostenfalle Dachpappe

9. November 2018 | Von | Kategorie: Handwerkskammer Cottbus |

Region. Seit Monaten plagen sich viele Dachdeckerbetriebe mit einem Problem herum: Sie werden die bei Sanierungsarbeiten anfallenden Dachpappenabfälle nicht mehr ungeprüft los, da viele Entsorger die Annahme verweigern. Hintergrund ist, dass für Dachpappen mit Asbestfasern der ansonsten für „normale“ Dachpappen übliche Entsorgungsweg über Abfallverbrennungsanlagen nicht zulässig ist. Zudem steigen dadurch auch die Kosten für die Entsorgung um ein Vielfaches an.
Ausgelöst wurde der inzwischen weit verbreitete Annahmestopp von teerhaltigen Dachpappen in den ersten Monaten dieses Jahres 2018. In einer Abfallverbrennungsanlage waren bei einer Routinekontrolle in der Asche Asbestfasern festgestellt worden. Daraufhin wies die Sonderabfallgesellschaft Berlin-Brandenburg e. V. (SBB) auf die Gefahren hin und empfahl, sich vor der Annahme von Dachpappe Analysen vorlegen zu lassen. Jede Beprobung durch ein Labor kostet zwischen 300 und 400 Euro. Zurzeit ist es im Handwerk so, dass die Unternehmen nicht nur bauvertragliche Leistungen vereinbaren, sondern auch als Dienstleister fungieren. Das Handwerksunternehmen übernimmt durch die Entsorgung von Bauabfällen die Rolle des Abfallerzeugers. Vielfach sind die Kosten für die Entnahme und die Laborproben in den zurückliegenden Angeboten der Dachdeckerfirmen gar nicht eingepreist. Hier kommen im Ernstfall erhebliche Mehrbelastungen auf die betroffenen Firmen und Kunden zu.
Bisher lag der Tonnenpreis für die Entsorgung von Dachpappe zwischen 150 und 180 Euro. Im Spree-Neiße-Kreis verzehnfacht sich der Preis zum neuen Jahr 2019 auf fast 2.000 Euro. Im Abfallverband Schwarze Elster (zuständig für den Elbe-Elster-Kreis sowie teilweise für Oberspreewald-Lausitz-Kreis) sind die Entsorgungspreise rückwirkend zum 1. August von 500 Euro auf 3.000 Euro je Tonne gestiegen. Die Handwerkskammer Cottbus kritisiert dieses Vorgehen und diese Kostenexplosion. Preissteigerungen um das sechs- oder zehnfache sind unverhältnismäßig. Das gleicht einer Selbstbedienung an Verbrauchern und Handwerksbetrieben.

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