SiGRIT soll Räubern das Handwerk legen

Polizei kommt nicht über 50 Prozent Aufklärung hinaus / Drogen-Fallzahl steigt wieder deutlich
Region (Hnr.) Die Bürger in Cottbus und Spree-Neiße dürfen sich sicher fühlen. Über „die polizeiliche Lage im Jahr 2013“ informierte Polizeidirektorin Groß diese Woche die Stadtverordneten. Im Laufe der letzten zehn Jahre war die Kriminalitätsentwicklung in Cottbus und Spree-Neiße rückläufig: von 13 642 Fällen 2004 zu knapp über 10 000 im letzten Jahr. Nahezu identisch blieb aber 2004 und 2013 die Aufklärungsquote, nämlich 50,6 / 50,5 Prozent. Zwischendurch pendelte sie zwischen fast 54 Prozent (2006) und 46,2 Prozent im Jahr mit der absolut niedrigsten Fallzahl (9 482).
Bei Diebstählen, deren Zahl schon seit 2008 nur unwesentlich schwankt (um 4 600 Fälle), erreicht die Aufklärungsquote nur magere 27 Prozent.
Die Polizeiinspektion Cottbus/ Spree-Neiße ermahnt zu mehr Sicherheitsvorkehrungen, besonders in Kellern und an Kraftfahrzeugen. Vermehrte Täterstellungen erhofft sich die Polizei jetzt durch die Einsatzgruppe „SiGRIT“ – das bedeutet Sichere Grenz-Region – gegen Intensiv-Täter. Ein Schwerpunk dieser Truppe soll „die beweissichere Festnahme von Tätern auf frischer Tat“ sein. Wie überall in Deutschland gibt es auch hier in der grenznahen Lausitz eine Diskrepanz zwischen polizeilicher und staatsanwaltlicher Statistik. Aktuelle Zahlen sind nicht zugänglich, aber 2004 wurden in der Republik von über 5 Millionen Fällen etwa drei Millionen aufgeklärt und dabei 1,9 Millionen Straftäter ermittelt, von denen aber nur 785 000 abgeurteilt worden sind.
Gewaltdelikte tragen sich in Cottbus/Spree-Neiße in immer  geringerer Zahl zu (2013 nur noch 64, so wenig wie in keinem Jahr zuvor), hier wurde zu 59,4 Prozent aufgeklärt.
In der Rauschgiftkriminalität schnellen die Fallzahlen gerade wieder nach oben – von 155 im Jahr 2011 auf 270 im Vorjahr. Die Aufklärungsquote liegt hier aber bei 97 Prozent.
Bei Verkehrsunfällen gibt es in Spree-Neiße eine leichte Zunahme, in Cottbus marginalen Rückgang. Es gab 2013 drei Verkehrstote und 342 Verletzte. Hauptursachen für Unfälle sind zu geringer Sicherheitsabstand, Vorfahrtsverletzungen, Geschwindigkeit und Alkohol.


Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert