Staumauer muss saniert werden

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Vor knapp einem Jahr, im April 2013, stand die Brandenburger Umweltministerin Anita Tack (2.v.l.) auf der Staumauer des Spremberger Stausees. Jetzt musste sie verkünden, dass für die Mauer auf der sie damals stand, aufgrund von Hohlräumen keine Standsicherheit garantiert werden könne. Erforderliche Bauarbeiten in diesem Jahr werden für Wasserstandsabsenkungen am Stausee sorgen | Archivfoto: Mathias Klinkmüller

Hohlräume gefährden die Standsicherheit
Spremberg (mk). Erholungssuchende an der Spremberger Talsperre werden auch in diesem Jahr mit Beeinträchtigungen leben müssen. In der Staumauer der Talsperre Spremberg gibt es Hohlräume.
„Eine Sanierung der Staumauer ist unumgänglich. Die Schwachstellen müssen beseitigt werden, um die Standsicherheit zu sichern“, sagt Umweltministerin Anita Tack. So wurde bei einer Sanierungsbohrung am östlichen Flügel der Staumauer ein mehrere Kubikmeter umfassender Hohlraum entdeckt. Zur Entlastung der Staumauer begrenzte das Landesamt für Umwelt 2014 die maximale Einstauhöhe auf 92 Meter über Normalnull. Das sind 75 Zentimeter weniger als in den vergangenen Jahren üblich. Im nächsten Schritt müssen die Hohlräume verschlossen werden. Für die Baumaßnahmen ist eine weitere Wasserstandsabsenkung auf 89 Meter über Normalnull erforderlich. In der Zeitplanung des Bauvorhabens müssen unterschiedlichste Anforderungen berücksichtigt werden: Einerseits muss so lange wie möglich die Hochwasserschutzfunktion erhalten bleiben. Andererseits soll in den Sommermonaten eine Erhöhung des Wasserstandes bei Niedrigwasser für den Spreewald sichergestellt werden. Und auch die wirtschaftliche Bedeutung der Talsperre für touristische Einrichtungen an den Ufern des Stausees gilt es zu berücksichtigen, erklärt das Ministerium. Hinzu kommt die in den letzten Jahren gewachsene Bedeutung für den Spreewald als Puffer für die Eisenockerfrachten. Ziel ist es, auch bei den niedrigen Wasserständen während der Sanierung und der damit einhergehenden geringeren Verweildauer des Spreewassers, ein möglichst frühes Absetzen des Eisenockers zu ermöglichen. Die  Bauarbeiten beginnen im August und sollen Ende 2014 abgeschlossen sein.