Südbrandenburgs Wirtschaft in Zahlen

HWK und IHK liefern Fakten zur Wirtschaftsentwicklung.

Sylke Radke und André Fritsche präsentierten den neuen Zahlenspiegel der Wirtschaftsregion Südbrandenburg
Die Kommissarische Hauptgeschäftsführerin der HWK Cottbus Sylke Radke und André Fritsche, Hauptgeschäftsführer der IHK Cottbus, präsentierten den neuen Zahlenspiegel der Wirtschaftsregion Südbrandenburg. Foto: FH

Region (MB). Einen umfassenden Überblick über die aktuelle wirtschaftliche Situation sowie die Herausforderungen der kommenden Jahre für Unternehmen und die Region gibt der aktuelle Zahlenspiegel 2025/26 der Industrie- und Handelskammer (IHK) Cottbus und Handwerkskammer (HWK) Cottbus, die gemeinsam über 46.299 Unternehmen in den vier Landkreisen und der Stadt Cottbus vertreten.

Dargeboten werden Kennzahlen zur Entwicklung der Beschäftigung, von Bruttolöhnen und -gehältern oder auch zur einzelhandelsrelevanten Kaufkraft. Sie ist ein wichtiger Wirtschaftsindikator und liegt in Südbrandenburg bei durchschnittlich 26 Prozent der gesamten Kaufkraft je Einwohner. Mit 8.757 Euro je Einwohner führt Zeuthen das Kaufkraftranking an, wohingegen Guben mit 6.732 Euro das Schlusslicht bildet.

„Der Zahlenspiegel ist wichtig für Unternehmen und die Politik, um langfristig planen und konkrete Maßnahmen angehen zu können. Zahlen lügen i.d.R. nicht und die sie machen leider deutlich, dass die Lage in Südbrandenburg schwierig bleibt. Der Strukturwandel ist kein Selbstläufer. Wir brauchen große Anker in der Lausitz; da läuft es in der Flughafenregion weitaus besser”, betont André Fritsche, Hauptgeschäftsführer der IHK Cottbus.

Deutlich wird auch, dass die Erhaltung der Wirtschaftskraft maßgeblich von erfolgreichen Unternehmensnachfolgen in den nächsten Jahren abhängen wird. 44,8 Prozent der IHK-Mitgliedsbetriebe und 47,6 Prozent der HWK-Mitglieder werden von Unternehmern über 55 Jahre geführt. Für 20.353 Unternehmen steht der Generationswechsel an.
Neu eingeflossen sind Übersichten zur Entwicklung der Gewerbemieten in Südbrandenburg – untergliedert in Ladengeschäfte, Büro- und Praxisräume, Gaststätten, Produktionsräume und Lagerflächen. In der Analyse zeigt sich: Ladenmieten im Handel bleiben weitgehend stabil, in der Gastronomie sind sie leicht steigend. Bei Büroräumen gibt es eine regional stark differenzierte Entwicklung, in Cottbus und Dahme-Spreewald sind Anstiege zu verzeichnen.

Ebenso finden sich im Zahlenspiegel Übersichten zum Ausbau von Schiene und Erneuerbaren Energien. So wächst im Land Brandenburg die Elektromobilität weiter: Die Zahl der Pkw mit reinem Elektroantrieb ist um 21 Prozent gestiegen. Aktuell gibt es 450 Ladestationen mit rund 810 Ladepunkten. Unter diesen sind 370 Schnellladestationen mit Leistungen von bis zu 400 Kilowatt. Eine Übersichtskarte zeigt, wo diese Ladestationen verortet sind, die meisten befinden sich in Schönefeld (81), Wildau (35) und Cottbus (61).
Der Zahlenspiegel ist auf den Internetseiten der Wirtschaftskammern abrufbar z.B. unter. www.ihk.de/cottbus/zahlenspiegel.

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