Cottbuser Stromnetz wird ab Sommer entlastet
Cottbus (ha). Wo einst der Kühlturm des alten Heizkraftwerkes stand, wurde am Dienstag ein Transformator aufgestellt. Er kann bis zu 40 MVA von 20 auf 110 Kilovolt transformieren. Angeschlossen werden vor allem die Photovoltaik-Felder der Stadt, so dass deren schwankende Einspeisung direkt im Hochspannungsnetz der Mitnetz landet und nicht weiter das Umspannwerk im Heizkraftwerk belastet. „Bei maximaler Einspeisung der Photovoltaikanlagen wird der Trafo unmittelbar nach Inbetriebnahme zu 50 Prozent ausgelastet sein. In den Jahren 2011 und 2012 gab es einen enormen Aufschwung bei der Installation von Photovoltaikanlagen in der Stadt“, informiert Jens Schober, Geschäftsführer der Elektroenergieversorgung Cottbus (EVC).
Gebaut wurde der Trafo in knapp acht Monaten weitestgehend in Handarbeit in Dresden und ist eine Maßanfertigung für Cottbus. Neben seinem neuen Standort kann in Zukunft ein weiterer Trafo aufgestellt werden, wenn dies nötig wird.
Die EVC investierte damit in die Netzstabilisierung fast zwei Million Euro. „Wir konnten für die Einspeisung in das Hochspannungsnetz eine bereits vorhandene 110-KV-Erdleitung nutzen. Ein Neuverlegen solch eines Hochspannung-Kabelsystems kostet mehrere hunderttausend Euro, so konnten wir deutlich sparen“, so der EVC-Geschäftsführer.






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