
Leser erinnern an nicht ganz vergessene Geschäftsadressen in der Sprem
Klarer Fall: Die Straßenbahn fehlt in der Sprem, also muss das Bild nach 1974 entstanden sein. Katrin Lehmann und Jens Pumpa haben Recht, ebenso Michael Kurth und andere Cottbuser. Ruth und Hans-Hermann Schneider aus Kolkwitz erinnern sich gar, dass im einstigen Molkereiladen noch um 1960 ein Autosalon „Start“ war, in dem Autos und Motorräder ausgestellt und – soweit möglich – sogar verkauft wurden. Jürgen Klingmüller meint, dass es den Autosalon schon 1958 gab. Er fügt an: „Zu bedauern ist jedoch der Abriss des Konsum-Warenhauses und des Cafés Gerlach. Diese beiden Gebäude (hinter dem Molkereiladen-Neubau) wären mit den heutigen Möglichkeiten bestimmt zu retten gewesen.“ Das hätte besonders Gudrun Jakob, geborene Großmann, gefreut. Sie hat seit 1947 bis1965 in der Spremberger Straße 11-12 gewohnt, der früheren Konditorei Gerlach, ab 1938 Konditorei „Büschen“. Das Haus hatten ihre Großeltern Büschen 1938 gekauft. Auch ihr Bruder Götz Großmann ist 1955 hier geboren und wuchs in der Sprem auf. In dem Haus haben drei Generationen gelebt. Die Kinder durften bei Opa in der Konditorei durchaus mal naschen.
An das alte Kaufhaus erinnert sich auch Dieter Buddrus aus Cottbus, „nämlich zwischen 1957 und 1962 haben meine Eltern in der obersten Etage ganz hinten öfters mal Teile für meine Spielzeugeisenbahn, Spur 0, gekauft. Später produzierte der Hersteller die bekannten TT Modellbahnen. Allerdings blieb die Tür des Kaufhauses seit Eröffnung des „konsument“ 1968 geschlossen. Ein Modellbahngeschäft, das nach der Wende in den Bahnhof umzog, gab es mal links im Bild. Aber bei den heutigen irren Preisen können sich das wunderschöne Modellbahnhobby leider immer weniger Menschen leisten.“