Schulamt in der Kritik

Döberner Elter sind empört und beorgt über schulamtliche Entscheidung

Döbern (MB). Bei vielen Eltern von Schülern der Mosaik-Grundschule herrscht Empörung und Verunsicherung über das Vorgehen des Staatlichen Schulamtes Cottbus. Denn das Amt möchte künftig nur noch zwei Klassen in der Jahrgangsstufe drei zulassen. Bisher werden die betroffenen Schüler in drei Klassenverbänden beschult. Die Zusammenlegung hätte zwei viel größere Klassen mit rund 28 Schülern zur Folge.
„Da sich die Mosaik-Grundschule am Pilotprojekt ‘Inklusive Grundschule’ beteiligt, wäre eine solche Klassenvergrößerung besonders dramatisch und hätte negative Folgen für die Schüler. Das Schulamt verstößt mit seiner Entscheidung gegen bestehende Verwaltungsvorschriften, die be-
sagen, dass bei einem gemeinsamen Unterricht von Kindern mit und ohne besonderen
Förderbedarf die Klassenstärke bei maximal 23 Schülern liegen soll“, erklärt der ehemalige Bürgermeister von Spremberg, Dr. Klaus-Peter Schulze (MdB).
Das Amt Döbern-Land als örtlicher Schulträger kann die Cottbus Entscheidung nicht nachvollziehen, zumal mit einem Anstieg der Schülerzahlen durch Zuzügen aus Nachbargemeinden gerechnet wird. Obwohl die räumlichen Voraussetzungen für die Bildung von drei dritten Klassen gegeben sind, hält das Schulamt bislang an der Entscheidung fest.
„Es ist gut, dass sich die Eltern gegen das Vorgehen des Schulamtes wehren. Es bleibt zu hoffen, dass sie sich durchsetzen können und zum Schuljahresbeginn ein ordentlicher Schulbetrieb in dann drei dritten Klassen an der Mosaik-Grundschule Döbern aufgenommen wird“, so Klaus-Peter Schulze.