Bitte aktiviere / Please enable JavaScript![ ? ]
Altes Forst: Die Stadtkirche St. Nikolai im Grünen - Märkischer Bote Altes Forst: Die Stadtkirche St. Nikolai im Grünen Altes Forst: Die Stadtkirche St. Nikolai im GrünenMärkischer Bote
Samstag, 26. November 2022 - 20:45 Uhr | Anmelden
  • Facebook

header-logo

Bewölkt
4°C
 
epaper
Anzeigen

Altes Forst: Die Stadtkirche St. Nikolai im Grünen

Bilder aus dem alten Forst (Lausitz) | Von | 1. Juli 2022

Stadtkirche Forst

Auf dem Foto handelt es sich um die Stadtkirche St. Nikolai in Forst

Nicht erst seit 1990, aber vor allem von da an haben sich in den Städten und Dörfern dramatische Veränderungen zum Vorteil vollzogen. Dieses Foto der Stadtkirche St. Nikolai in Forst ist noch etwas älter und erinnert an Mühen in Zeiten des Mangels. Ein Foto aus fast gleichem Blickwinkel hat Frank Junge aus der Forster Elsterstraße geschickt: „Es ist grün geworden rund um die Kirche. Beim Fotospaziergang hatte ich mir die Aufgabe gestellt, die sogenannte ‘Grüne Mitte’ abzulichten – die Kirche inmitten der Natur! Das war nicht sehr schwierig. Von der engen Bebauung des Marktes hat der zweite Weltkrieg nicht viel übriggelassen.“

Stadtkirche Forst heute

Frank Junge hat die Kirche in einer Streuobstwiese gesehen

Arnold Rißler schreibt zu dem Foto in schwarz-weiß: „Es ist die Stadtkirche St. Nikolai in Forst, noch ohne den achteckigen Aufbau samt Turmbekrönung. Die konnte erst 1992 fertiggestellt werden. Bis 1945 hatte die Kirche eine der größten Orgeln der Niederlausitz mit 62 klingenden Stimmen, 1920 von der Firma Heinze aus Sorau erbaut. Die nach dem 2. Weltkrieg von der Firma Eule aus Bautzen erbaute Orgel hat drei Manuale, 37 klingende Register – ein hervorragend klingendes Instrument mit einem Rückpositivwerk in der Emporenbrüstung. In der Glockenstube läuten drei Gußstahlglocken von 1920 im Te-Deum-Motiv g´, f´, d´. Sie konnten nach Beräumung des Schuttes vom Turmbrand 1945 wieder installiert werden. Diese Glocken sollten baldmöglichst wieder an gerade Holzjoche mit Klöppeln ohne Reversionsgewichte und in einem hölzernen Glockenstuhl läuten können, denn nur so kann jede Glocke den ihr innewohnenden Klang voll entfalten.“
W. Marlow erkennt „die Sternstraße in Richtung Marktplatz. Rechts ist die Stadtkirche und links ist das Haus von Tuch-Noack. Der Fotograf befindet sich zwischen der Jägerstraße und der Hammerstraße. Nach dem Abriß von Tuch-Noack wurde ein Plattenbau hochgezogen, der leider auch wieder verschwand.“
Dieter Leubauer aus der Beuchstraße in Cottbus meint: „Der Baubeginn der Kirche soll so um 1400 erfolgt sein. Am 23. Februar 1945 wurde sie zerstört. Ab 1951 ist sie bis 1992 wieder aufgebaut worden, 2008 erfolgte eine weitere Sanierung. 2015 habe ich die Kirche fotografiert.“ (siehe Titelseite dieser Ausgabe)Manfred Gnida aus Spremberg findet: „Wie schnell doch die Zeit vergeht! Erkennbar am Trabant 600 und der Kirche St. Nikolai in Forst.1963 kaufte ich mir auch so einen Trabant und war damit in Forst zum Rosengarten, zu Radsportveranstaltungen oder zu Einkäufen unterwegs. So ist mir auch noch die Stadtkirche, wie sie das Foto aus dieser Zeit zeigt, in Erinnerung.“

Uli Buder schreibt: “Das Auto links im Bild lässt mir einfach keine Ruhe! Im Volksmund wurde diese Art Trabant „Kugelporsche“ genannt. Meine Mutter besorgte mir kurz nach der Wende einen nagelneuen himmelblauen Trabant 601, letzte Bauart für 1500 DM, vor der Wende über zehn Jahre Wartezeit. War das ein Fahrgenuss! Diesen Wagen fuhr ich dann fünf Jahre. Ein Musikerkollege piesackte mich immer. Was fährst du denn für ein Auto! Du brauchst doch einen Mercedes! Du musst etwas darstellen! Ich kaufte mir dann im Autohaus einen alten Diesel Mercedes 190. Eine Woche später wurde mir beim Stadtfest in Hoyerswerda schon der Stern weggebrochen. Als ich nach dem Besuch beim TÜV einmal von einer Mugge in Lübbenau kam, fuhr ich über Dahlitz. Kurz nach dem Ort gab es hinten einen lauten Knall und Kratzen auf der Straße. Der Boiler hing nur noch am Gummi. Ein paar Sekunden später kam von links Blaulicht – die Polizei, wie aus dem Nichts! Sie sahen gleich das Malheur. Ein Polizist rutschte unter das Auto und löste mit dem Messer den Auspuffboiler. Dafür muss ich mich bei der Polizei im Nachhinein nochmal bedanken. Mein Auto war plötzlich umfunktioniert in einen T34-Sport! Um nach Schmellwitz zu kommen, fuhr ich durch die Hubertstraße. Was werden die Leute in ihren Betten wohl gedacht haben.”

Weitere Beiträge über das historische Forst und das Umland finden Sie hier!



Anzeige

Kommentar schreiben

Kommentar


Das könnte Sie auch interessieren: