Cottbus: Damals gab’s die Cottbuser U-Bahn

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B war richtig – hier steht heute die Hauptsparkasse

Leser erinnern sich an Bevermann, Butter-Kunert, Sandmann und Bergte
Das Bild zeigt sehr deutlich, wie sich früher die Einkaufsstraße Sprem südlich des Thälmannplatzes in der Dresdener Straße fortsetzte. Viele Leser erinnern sich an die Geschäfte, weshalb es diesmal reichlich Zuschriften gab.
Marion Weigend schreibt: „Ich bin Jahrgang 1958 und erinnere mich an den Lebensmittelladen. Als Jugendliche habe ich in den Sommerferien ein paar Mark als Aushilfs-Eisverkäuferin verdient. Auf dem Platz war die Aufbau-Lotterie. Meine Mutter hat da mal einen gelben Teddy gewonnen.“
Isolde Hüsgen schildert: „Das große Eckgebäude, etwas von dem Kran verdeckt, war ein Lebensmittelgeschäft, früher Gebr. Kunert – später HO. Weiter ging es Richtung Straße der Jugend mit einem Papierwarengeschäft, Friseur Schubert, Uhrmacher Wenzke, Fleischerei Sandmann. Hinter dem Zeitungskiosk waren unterirdische Toiletten. Von der Ostrower Straße ging es zu den Damen, und auf der anderen Seite, Eingang Thälmannplatz, hatten die Herren ihren Zutritt zur sogenannten U-Bahn.“ Michael Bodo Wunderlich berichtet: „Den Kiosk baute die damalige PGH Raumgestaltung. Dort konnte man Zigaretten, Getränke und andere Sachen kaufen. Die Arbeiten an der Straßenbahnoberleitung werden am Haus der damaligen Notenbank durchgeführt.“
Herbert Ramoth findet: „Der Turmuhrenspezialist Karl-Heinz Schlodder ist auch Cottbuser Fotoarchiv-Spezi. So wird das alte Cottbus wieder lebendig. Herzlichen Dank!“ Und zu den Aufzählungen ergänzt er „eine kleine Begebenheit: Ende der 1950er Jahre trollte sich am Fenster eines der Häuser im 1. Stock ein kleiner Affe, der auch von seiner Besitzerin in der Stadt auf der Schulter getragen wurde.“
Klaus Herold vermutet richtig: „Offenbar wurde hier gerade der neue Streckenverlauf der Straßenbahn elektrifiziert, welcher nicht mehr durch die Spremberger Straße, sondern durch die neue Stadtpromenade über den einstigen Stadtwall führte. Im Eckhaus zur Ostrower Straße gab es eine gut geführte Drogerie, und ich habe auch eine Früh- und Spät-Verkaufsstelle in Erinnerung. In den ersten Häusern der Straße der Jugend befand sich der Optiker Bergte. – Hinter dem Kiosk und den schönen Bäumen dürfte sich das Lobedan-Haus befinden. – Danke für das Erinnerungs-Foto.“
Aus Calau schreibt uns „Nachleser“ („meine Tochter sammelt den ‘Boten’ für mich“) Gerd-Uwe Lehnigk: „In der Eckbebauung befand sich die Drogerie Bevermann (hier gab’s zum Jahreswechsel das begehrte Knallzeug), Käse Kuhnert, das Schreibwarengeschäft Kahlert, Uhrmachermeister Wenzke / Abeling, Fleischerei Sandmann, weitergeführt durch Fleischermeister Gröbe, späterr HO-Lebensmittel. Nachdem die Häuser 1987 abgerissen wurden, befand sich hier längere Zeit ein gut frequentierter Parkplatz.“ Auch unser Leser Heinz Nauert erinnert sich an die Geschäfte. Er fügt hinzu: „In dem ehemaligen Zeitungskiosk, der hier zu sehen ist, war meine Bekannte Martha Höhne als Zeitungsverkäuferin beschäftigt.“ Auch unsere Leserin Ingeborg Ciofani, D. Sachs und viele andere haben den heutigen Standort der Sparkasse erkannt. Einige erwähnen noch „Anlieger“, die nicht im Bild sind, so Jürgen Hein, der „glaubt“, dass links außerhalb des Bildes „ein weiterer Kiosk stand, in dem die Gewinne der NAW-Tombola (Nationales Aufbau-Werk) zu sehen war und wo es auch die Lose gab.“ Klaus Stolle erwähnt neben den erwähnten Geschäften noch eine „Bierkneipe“ an der Ecke zur Franz-Mehring-Straße. Das war
die einzige Kneipe der Preisstufe 1, wo ein Bier nicht 51 Pfennige, sondern nur 48 kostete. Entsprechend sahen die Gäste aus.“