damals_090718_cbDer Gutshof wird jetzt von Senioren bewohnt, die hier eine neue Heimstatt haben
Diesmal schien es für unsere Leser etwas schwieriger zu sein, dennoch hat unsere Redaktion einige Zuschriften erhalten.
Georg Müller hat auch bei diesem Bild gut Bescheid gewusst.
„Das Bild von damals führt uns ins nördliche Umland von Cottbus, zu einem betagten Dorf, nach Papitz. Die Annalen seiner sehenswerten Kirche lassen sich bis in das 14. Jahrhundert zurückverfolgen und ein kaum minder alter Rittersitz mit diesem im Rätsel gefragten Gutshof hat gleichermaßen durchaus wechselhafte Geschichte geschrieben: Nach dem Ersten Weltkrieg diente er als begehrte Ausflugs- und Tanzgaststätte, von Juni 1945 bis in den Herbst 1946 war das Gebäude sowjetisches Lazarett, danach beherbergte es Vertriebene aus den Kriegsfolgen und seit 1949 diente es als Altersheim, wurde 1957 erweitert und in den siebziger Jahren zielstrebig bis auf eine Kapazität von über 130 Betten ausgebaut. Seit 1997 haben nun 60 pflegebedürftige Menschen hier eine umsorgte Heimstatt finden können.“
Hans-Georg Lohse schrieb: „Es war in den Kriegsjahren, etwa um 1941. In dieser Zeit habe ich als Junge mit meiner Mutter per Fahrrad oft sonntags hier ein Ziel gefunden. Der Grund unseres Zieles war; in dieser Zeit wurde ein Stück selbstgebackener Kuchen und eine Tasse Kaffee angeboten. Kaffee zu dieser Kriegszeit war etwas ganz besonderes.“