Promenade mit alter Offiziersschule
Ehemaliges russisches Militärlazarett wird jetzt umfassend saniert
„In der Puschkinpromenade gibt es mehrere so prachtvolle Gebäude, die zum größten Teil saniert wurden. Ich freue mich über jedes Haus, das wieder seinen alten Charme erhält“, so schreibt Ursula Blumentritt wie viele andere Cottbuser die richtige Antwort. Auf die wechselvolle Geschichte geht Diethart Schulz ein und schreibt: „Zu DDR-Zeiten wurde dieses Gebäude als Lazarett genutzt, konkret als Militärkrankenhaus für die in Cottbus stationierten Streitkräfte der Roten Armee der damaligen Sowjetunion (UdSSR). Die Fassade hatte den typischen gelben Anstrich, Zaun und Tor mit rotem Stern waren grün gestrichen. Das Gebäude wurde militärisch bewacht. Nach der Wende wurde es nach dem Abzug der Armee nicht mehr benötigt und stand leer.“ Ein hochprozentiges Erlebnis schildert Ulrich Buder: „Es war 1976, als ich mit einem Schulfreund von einer Klassenfeier kam. Ich hatte eine noch fast volle Schnapsflasche in der Hand, als wir am Wachhäuschen dieses Hauses vorbeikamen. Ein Wachsoldat kam heraus und sagte zu mir ‘Du mein Freund, Du mir geben!’ und schnappte sich die Flasche so schnell, dass ich es nicht fassen konnte. Uns war es egal, wir hätten sowieso nichts mehr getrunken.“
Georg Müller mailte uns: „Das Erinnerungsfoto führt in die damalige Promenade und zeigt eines der repräsentativen Gebäude aus der Mitte der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zwischen Dreifert- und Friedrich-Ludwig-Jahn-Straße. Diese Promenade Nr. 10 war ehemals eine Offiziersschule und wurde durch die Rote Armee in ein Krankenhaus umfunktioniert, rechts daneben residierte seit dem 19. Mai 1945 der sowjetische Stadtkommandant, Major Sawkin. Im Jahr 1949 erhielt dieser Straßenzug zwischen Karl-Marx- und Zimmerstraße dann nach dem russischen Dichter Alexander Sergejewitsch Puschkin den Namen Puschkinallee. Dank des 1972 für die Allee ausgesprochenen Denkmalgebietsschutzes wurde dort insbesondere in den Jahren nach der Wende eine Menge an Restaurationsarbeit geleistet und das gezeigte Gebäude auch in eine baldige umfassende Sanierung einbezogen.“
Auch Annemarie Grimmler hat die richtige Lösung gefunden: „ Das Gebäude, das sich ja wirklich auf diesem Foto noch ansehnlich präsentiert, steht in der Gebäudezeile zwischen Kreuzung Friedrich-Ludwig-Jahn-Straße/Puschkinpromenade und der Mündung Dreifertstraße in die Puschkinpromenade und beherbergte nach dem Krieg das sowjetische Lazarett. Es ist erfreulich zu wissen, dass sich nach so vielen Jahren des Verfalls nun doch ein Investor gefunden hat! Ich freue mich schon auf den sicherlich prächtigen Anblick des dann renovierten beziehungsweise rekonstruierten Gebäudes, der der gesamten Häuserzeile in diesem Bereich der Puschkinpromenade gut zu Gesicht stehen wird.“










