damals_090418_cb
Dem Giebel gab Rainer Mersiowsky eine Hausfassade

Bis hierhin reicht das Modellstadt-Geld nicht, und Rückbau der Nachwende-Jahre hat diesen Ort nicht verbessert. Heinz Knobloch findet: „Die Ecke Straße der Jugend / Stadtring hat durch den Neubau keinesfalls ein besseres Ansehen. Wir haben fast 20 Jahre nebenan in der Görlitzer Straße gewohnt. Leider wurde der 1983 errichtete Block ein Opfer des sogenannten Stadtumbaus. Die ganze Ecke macht trotz einiger Geschäfte keinen schönen Eindruck mehr – schade.“
E. Winter aus der Cottbuser Zimmerstraße erinnert an das legendäre Rundfunkgeschäft Feiertag, das hier einmal bestand. „Die Südlichspiele waren ebenfalls sehr beliebt. Jetzt sind sie längst eine Ruine.“
Das gefragte Wandbild konnte niemand zuordnen. Beiden – dem Bild und dem Maler – war kein langes Leben beschieden. Rainer Mersiowsy, 1943 in Dresden geboren, hatte dort an der Hochschule bei Gerhard Kettner und Fritz Eisel studiert und war typischer Repräsentant dieser Schule mit präziser Malweise im Stil Alter Meister. 1973 kam er freischaffend nach Cottbus. Er starb Mitte der 80er Jahre an Krebs; viele seiner Porträts blieben in Privatbesitz; sein Wandbild wurde zugebaut.