Cottbus. Ferne Grüße im Park an Cottbuser Wallstraße

Das „Japanische Teehäuschen“ wurde im Jahr 1906 eingeweiht / Pavillon einmalig in Brandenburg
damals100806_cb Reinhard-Wolfgang Machanow mailte uns zu dem Rätsel-Bild: „Dieses Cottbuser Kleinod entstand auf Initiative des Städtischen Verschönerungsvereins auf dem so genannten Hohen Wall, dem Luckauer Wall, am Rande der Promenade – eine der Flaniermeilen der Lausitzstadt
– und wurde am 26. November 1906 eingeweiht. Die Wahl ausgerechnet fernöstlicher Symbolik am Bauwerk ist eigentlich nicht eindeutig überliefert. Mag es der damaligen Weltanschauung mit dem wachsenden Interesse an fernen Kulturen und dem Stolz über den Kolonialbesitz an dem 1897 erworbenen Pachtbesitz und Handelsstützpunkt Tschingtao geschuldet sein, jedenfalls wurde das Häuschen und sein Steingartenumfeld mit blühenden Exoten ein harmonisches Ensemble.
Um den bisher im Land Brandenburg einzigartigen Pavillon
machten sich damals insbesondere der Architekt Pasig, der Stadtbaumeister Georg Nippert und der Stadtgartendirektor Julius Kurfeß verdient.“
Diethart Schulz schrieb uns dazu: „Dieses wunderschöne handkolorierte Motiv von Cottbus zeigt die Wallpromenade, den heutigen Puschkinpark mit dem markanten „Teehäuschen“. Das Bild ist ein weiterer Beleg dafür, dass den Cottbuser Parkgestaltern die ‘Grüne Lunge’ sehr am Herzen lag. Ein erholsamer und entspannender Spaziergang in schönen, schattenspendenden Parkanlagen an heißen Sommertagen ist eine Wohltat für Leib und Seele.“
Unser Leser Herbert Ramoth, der zu den Gewinnern unseres Preisrätsels zum 20jährigen Verlagsjubiläums gehörte, hat zu seinem Dank für die gewonnenen Präsente auch die richtige Lösung angefügt: „Ein eindeutiges Indiz dafür, dass es sich auf diesem Bild um die Cottbuser Wallpromenade handeln muss, ist der japanische Pavillon – genannt das ‘Teehäuschen’. Nach dem Krieg erfolgte gezwungenermaßen auch in Cottbus der Stadtumbau und so wurde der Wallgraben an der alten Mauer in der heutigen Puschkinpromenade mit dem Schutt der zerbombten und zerschossenen Gebäude gefüllt.