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Cottbus: Fußgängerzone und Geschäftsstraße

Bilder aus dem alten Cottbus | Von | 26. Juli 2009

damals_090801_cbDie „Sprem“ um 1980 war damals schon Fußgängerzone und Geschäftsstraße
Ein feine, leichte Sache war das Rätselbild der Vorwoche. Sven Wasgien mailte: „Das ist die Spremberger Straße, einst wichtigster Handelsweg in Cottbus und immer noch Shoppingmeile, mit ihren schönen Altbauten aus dem 19. Jahrhundert. Ziemlich weit voraus auf dem Bild, in leichten Nebel gehüllt, ist der Turm der Schlosskirche zu erkennen. Da ich ja selbst 76er-Baujahr bin und im Oktober 1980 erstmals die Lausitz erkundete, kann ich das nur schätzen. Mein Tipp: 1980 ist dieses Bild entstanden.“
Heinz Knobloch schrieb uns auf einer Postkarte: „Das Bild ist 1980 gemacht worden, die Sprem ist noch in der alten Form mit den Kugellampen zu sehen. Da die Bepflanzung in den Kästen noch sehr klein ist, kann es nicht so spät im Jahr gewesen sein. Heute ist nach der ‘Umgestaltung’ eine Rennstrecke aus der Sprem geworden und auch die modernen Lampen tragen wenig, ebenso wie die überquellenden Papierkörbe und Abfallbehälter, zu einer Gemütlichkeit bei.“
Brigitte Buder wusste ebenfalls Bescheid: „ Man erkennt an der Bekleidung der Menschen, die sie auf dem Bild trugen, dass es sich um 1980 handelt. Gegenüber der Schlosskirche befand sich in der 60-er Jahren noch ein sehr altes Haus in der Spremberger Straße, in dem ein Fischgeschäft untergebracht war. Es gab dort leckere Fischspezialitäten. Jeden Abend zu später Stunde machte ich mit meinen Schwiegereltern einen Schaufensterbummel durch die Sprem. Einmal beobachteten wir, wie sich abends im Fischgeschäft sich zwei Mäuse auf der Dezimalwaage vergnügten. Das war lustig anzusehen. Die alte Stufe zum Geschäft war so ausgetreten, dass sich die Mäuse nicht an die Öffnungszeiten halten mussten.“
Unser Stammleser Georg Müller sandte uns eine Mail mit seiner Lösung: „Es könnte Herr Reinsberg als Fotograf gewesen sein, der nahe seines weit über 100 Jahre bestehenden Schuhgeschäft diese Aufnahme gemacht hatte. Nun denn, er war es nicht, denn just zu dem Zeitpunkt, als das junge Paar im Bildvordergrund den gerade getätigten Kauf im westlich anmutenden Plastebeutel mustert, unterhielt er sich mit Herrn Böcking, der da meinte, dass seine Modellautos und -bahnen im Adventstreiben recht gut über den Ladentisch gehen. Jedenfalls kann sich der kleine Junge in Schal und Mütze von dem Anblick der kleinen TT-Modelleisenbahnanlage im Böckingschen Schaufenster einfach nicht trennen, während seine Mutter sich gegenüber mit diesem und jenem der relativ breiten Palette der Erzeugnisse der DDR-Milchkühe des Cottbuser Umlandes eindeckt. Es geht auf die Feiertage zu und auch schon bald wird die Molkereipassage dem Delikat- und Spätverkauf spremniveaugerecht gewichen sein.“
Horst Hauptmann erinnert sich: „Bei der Aufnahme stand der Fotograf am Beginn der Sprem in Höhe – rechts – Haushaltswaren Hoffmann und – links – Heimschmuck Babel. Im Geschäft mit der Überschrift war nach Errichtung des Gebäudes (etwa Anfang der 60er Jahre) ein Kfz-Laden. Im Hintergrund erkennt man noch Gebäude des ehemaligen Konsum-Warenhauses. Die Gebäude wurden Mitte der 90er Jahre abgerissen und durch Neubauten ersetzt. Zur Zeit des Fotos war die Sprem schon ohne die altbewährte Straßenbahn.“
Auch Karl-Heinz Schlodder erinnert sich an den Fahrzeugladen, der vormals im Milchgeschäft die Leute irritierte. „Die wollten kaufen, was im Fenster steht. Aber Trabant und Wartburg waren nur Schaustücke. Als der Ärger zunahm, wurde der Fahrzeughandel an den heutigen Stadtring (neben KIB, heute Mercedes) verlegt, noch später nach Großräschen mit IFA-Kundenbüro in der Cottbuser Weinbergstraße.“



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