Mit dem Rätselbild der Vorwoche hatten die wenigsten Cottbuser Probleme, denn der Brandenburger Platz ist gut zu erkennen. Das Foto entstand wahrscheinlich aus einem der Fenster der heutigen Deutschen Bank heraus nach Süd-Osten.
An viele Geschäfte erinnert sich unser Leser Horst Hauptmann: „Im großen Gebäude am rechten Bildrand gab es eine kleine Gaststätte und das Sportgeschäft Körner. Das Haus wurde nach der Wende abgerissen und durch einen Neubau ersetzt. Ganz hinten sieht man noch die Tuchfabrik Herfarth.“
Ebenso erinnert sich Ursula Blumtritt an das Leben auf dem „herrschaftlichsten“ Cottbuser Platz: „Ich war zu dieser Zeit noch klein, aber auf diesem Platz, der noch mit dem Enke-Brunnen zu sehen ist, war in jedem Jahr zur Freude aller Kinder eine große Osterwiese aufgebaut. Heute ist diese Parkanlage stark verkleinert und zur Zeit durch die Baustelle kaum noch zu erkennen!“
Heinz Knobloch meint: „Nun haben Sie wieder so ein schönes Bild aus der Cottbuser Glanzzeit gebracht. Da wurde noch etwas zur Freude der Bewohner getan!“ Das schien auch noch vor 55 Jahren zu klappen, wie Hildegard Beley sich erinnert: „Damals verbrachte ich meine Mittagspausen hier gemütlich auf einer Bank. Auf dem Enke-Brunnen die Dame wurde ab und zu der Jahreszeit entsprechend bekleidet – was nicht allen gefiel.“ Aber der Scherz blieb, im Gegensatz zu späterem Vandalismus, immer harmlos.
Die Schornsteine hinten erkennt Wolfgang Schmidt als „Ausdruck der damaligen industriellen Entwicklung. Sie fielen nicht nur dem Krieg, sondern auch der Zentralisation der Industrie in der DDR und dann der Entindustrialisierung des Ostens zum Opfer.“
Horst Hauptmann hat noch ein weiteres Detail auf dem Platz erkannt: „Ganz rechts ist der Eingang zur Toilette unter dem Breitscheidplatz zu erkennen, welche mit der Neugestaltung der Kreuzung zurückgebaut wurde.“ Scherzhaft galt die Anlage als „U-Bahn“. Gleisanschluß gab’s da unten aber nicht.
Klaus Teufel weiß noch, dass die Gaststätte im großen Eckhaus „das billigste Bier der ganzen Stadt verkaufte. Sie war der Preisstufe I (jede normale Kneipe II, Restaurants III oder höher) zugeordnet. Da kostete ein Bier nur 48 Pfennige, in fast allen anderen Bierlokalen, auch Sportplatzkneipen, 51 Pfennige. Komfort gab’s dort keinen.“ – Herzlichen Dank allen Rätselfreunden, die sich beteiligt haben.







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