
Noch heute ein Kleinod.
Klaus Reiter schreibt: „Es ist der Schloßberg mit seinem Amtsgericht.Gleichzeitig war es die alte Stadtmauer. Standort Viele Leser haben die Antwort zu unserem Rätselbild der vergangenen Woche gewusst. Dazu gehört auch Klaus Reiter. Er schreibt: „Es ist der Schloßberg mit seinem Amtsgericht.Gleichzeitig war es die alte Stadtmauer. Standort des Fotografen ist die Magazinstraße. Es ist eine herrlich angelegte Gartenanlage nach den Plänen von Handtschky aus dem Jahre 1720, die sich in vier Ebenen einteilte, Grund-, kleiner-, mittlerer- und großer Garten. Aufgrund der Nutzung durch die Amtsleute wurden sie auch Amtsgärten genannt. Im 9. Jahrhundert wurde an dieser Stelle eine Slawenburg errichtet. Um 1200 enstand der Gerichtsturm (Bergfried). Schon anno 1878 gab es dort ein Gefängnis. 1999 wurde das gesamte Gelände nach alten Unterlagen saniert. Auch der im Bild sichtbare Wasserfall wurde wieder hergestellt. Neben dem Wasserfall gab es eine Höhle. Als Kinder dachten wir immer, dass dort die Gefangenen flüchteten.“Auch Klaus Herold kennt sich aus: „Wir schauen hier auf eine schöne und wohl auch recht alte Aufnahme, welche die durch den Cottbuser Verschönerungsverein im Jahr 1906 gestaltete Schmuckanlage am Schlossberg zeigt. Auf dem Schlossberg begann faktisch die Geschichte von Cottbus. Bei Grabungen am nörd-lichen Teil konnten auch Strukturen von Rundwall-Anlagen gesichtet werden. Die Besiedlung war also sowohl germanisch als auch slawisch. Die einstige Schlossanlage war in späterer Zeit bedeutungslos geworden. In den Räumen wurde eine Tuchfabrik eingerichtet. Durch eine Dampfkessel-Explosion brannten die alten Schlossgebäu-de ab. Später nutzte dann die Justiz das Gelände. Das Landgericht wurde vor der Jahrhundert-wende errichtet, das Amtsge-richt dann 1906/07. Interessant ist noch, dass man sich den einst-mals die Schlossanlage schütz-enden Wassergraben entlang der Magazinstraße vorstellen muss. – Die Schmuckanlage besteht nach wie vor und ist zu jeder Jahreszeit einen Besuch wert.
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