Brücke mit Blauer Uhr und Tram-Haltestelle fehlten noch 1970
Heinz Knobloch ist sich unsicher, was die Jahreszahl betrifft. Zum Ort schreibt er: „Es ist ein schöner, wenn auch nicht vollständiger Anblick vom neuen Stadtzentrum – wenn man es mit der heutigen, jahrzehntelangen Brache vergleicht. Noch nicht fertig sind der Brunnen und die Gaststätte ‘Stadttor’ mit dem Aufstieg zum ‘Balkon von Cottbus’“.
Damit hat er das Jahr 1970 längst begründet, wie Erika Kotzerke schreibt. „Die Brücke zur Überquerung der Straßenbahngleise in der Stadtpromenade wurden am 29.7.1974 in Betrieb genommen. Sie wurde im Rahmen der Arbeiten an der Haltestelle Stadtpromenade errichtet, zuvor auch ein Fußgängertunnel auf der Südseite der Haltestelle. Beide Projekte dienten der sicheren Über- bzw. Unterquerung der Gleise. Besonders die Blaue Uhr, die sich auf der Brücke befand, war ein Hingucker und Treffpunkt für Cottbuser und Touristen. Schade um das Flair dieses schönen Fleckchens, das in- und ausländische Architekten begeisterte.“
Technische Daten ergänzt Jens Pumpa: „Die Fußgängerbrücke wurde 1974 nach einem Entwurf von Gerhard Guder fertiggestellt und am 4. Oktober gemeinsam mit der ‘Blauen Uhr’ feierlich eingeweiht. Die Brücke war 140 m lang und 3,5 m breit.“
Zum Mittelpunkt des Bildes mailt Wolfgang Bauch, ohne nicht ebenfalls den heutigen Zustand zu kritisieren: „Das Punkthochhaus Stadtpromenade 6 mit den markanten Betonpfeilern wurde 1968/69 fertiggestellt. Im Hintergrund links davon sehen wir schon die Buchhandlung ‘Jenny Marx’ (heute Hugendubel), die 1969 errichtet wurde. Damit kommt 1968 (Antwort A) nicht in Betracht. Die nach der Wende dem Abriss anheim gefallene Fußgängerbrücke wurde 1974 errichtet. Damit scheidet Antwort C 1980 ebenfalls aus, denn die Brücke sieht man auf dem Foto nicht. Auch die Straßenbahngleise fehlen noch. Mit dem Bau des neuen Stadtzentrums in den Jahren von 1971 bis 1974 wurde die Straßenbahnlinie von der Spremberger Straße in die Stadtpromenade verlegt.“
Georg Müller meint, die Volksbuchhandlung gebe es seit 1965. Und weiter mailt er: „Der Krebsbrunnen vor dem Stadttor ist mit gutem Auge auf der Abbildung zu erkennen, seit 1969 freundlichst die Großen und Kleinen elementbewegt begrüßend. 1970 – materiell in bekannter Weise ohne große Sprünge dahinlebend, umso mehr in geistig kultureller Eigenheit und Spezifik seinen Namen machend. An eine Art von Vandalismus Jahrzehnte später galt es, sich hier und im nächsten Umfeld zu gewöhnen.“
Weitere noch vermisste Gebäude zählt Herbert Ramoth auf: „Die Pavillons entstanden in den Jahren 1977/78 mit Bowlingzentrum und Diskothek, Kunstgalerie, Café ‘Cubana’ Teestube ‘Lipezk’, Sparkasse und anderen Läden.“
Renate Brinke hat das Datum anhand eines zeitgleichen Familienfotos gefunden und Christian Lehm ergänzt weitere Bauten, die in diesem Komplex entstanden: „Im Oktober 1969 war die feierliche Übergabe des ersten Teilabschnittes des neuen Stadtzentrums durch Werner Walde. Zu diesem ersten Teil-abschnitt gehörten das bereits 1968 eröffnete ‘konsument’ Warenhaus, die Milch-Mokka-Eisbar ‘Kosmos’, die HO-Gaststätte ‘Am Stadttor’, die Volksbuchhandlung ‘Jenny Marx’ (18. August eröffnet – feiert dieses Jahr 45 Jahre), dazu zwei Punkthochhäuser, wie sie damals genannt wurden.“
Fast alle Einsender und Anrufer äußerten ihren Unmut über die heutige bauliche Situation.
Zur Sommernachtsfahrt der Parkbahn laden wir heute Sybille Arndt ein.
Herzlichen Glückwunsch!







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