Cottbus: Wie einst, Lili Marleen…

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„Vor der Kaserne, vor dem großen Tor…“ Die Antwort A war diesmal richtig

Die Kaserne wurde diesmal gesucht und gefunden
Antwort A ist richtig, weiß Hagen Ruhland aus Cottbus: „Zu sehen ist die Hauptwache der Alvensleben-Kaserne in der heutigen Karl-Liebknecht-Straße. Hier war das Preußische Infanterieregiment Nr. 52 „von Alvensleben“ stationiert. Seinem Namensgeber Constantin von Alvensleben wurde am Kaiser-Wilhelm-, dem heutigen Brandenburger Platz ein Denkmal gesetzt. Dieses verschwand 1945. Der angedeutete inhaltliche Zusammenhang zum vorherigen Suchobjekt, dem Staatstheater, besteht zum einen darin, dass die frühere Kaserne heute hauptsächlich vom Theater als Verwaltungs-, Lager- und sogar Spielstätte (Hof) genutzt wird. Zudem liegen Theater und Kaserne nur wenige hundert Meter entfernt in der Karl-Liebknecht-Straße.
Vielen Dank für diese großartige Ansicht!“
Auch Helga Jung aus der Cottbuser Hans-Beimler-Straße meint: „Es kann nur die Lösung A = Hauptwache der Kaserne richtig sein. Deutlich sind Soldaten am Eingang zu sehen. Nachdem die Kaserne nicht mehr militärisch genutzt wird, wurden in einigen Gebäuden des Komplexes die Probenräume des Staatstheaters untergebracht.“ Und Klaus Jung mit gleichem Absender findet: „Vor der Cottbuser Brauerei oder vor dem zerstörten Bahnhof würden wohl kaum ein Soldat mit geschultertem Gewehr (vor dem Schilderhäuschen) und zwei weitere Soldaten rechts neben dem Eingangstor stehen. Es müssten die Gebäude der Kaserne sein, die ja heute noch unverputzt dort stehen.“
Auch Diethart Schulz aus der Cottbuser Stadtpromenade und andere Leser fanden dies heraus. Er schreibt: Im Objekt links befand sich zu DDR-Zeiten das Wehrkreiskommando.“ Daran denkt kaum jemand gern zurück.
Trotzdem findet unser Cottbuser Leser Georg Müller zum lyrischen Aspekt: „Die Bildvorlage zeigt anno 1903 die Hauptwache der Kaserene in der Kaiser-Friedrich-Straße. Den hiesigen Garnisonsstandort gab es bereits seit 1886 und 1892 wurde ihm der Name Alvensleben verliehen. Eine echte Wache: die Aufnahme lässt sogar die Fenster der Ausnüchterungszellen am rechten Gebäudeabschluss erkennen. Jahre nach der Wende hatte die militärische Nutzung ausgedient, ausgenommen die Besitzergreifung durch den „Hauptmann von Cottbus (Köpenick)“ in jüngster Zeit. Die Laterne und das Schilderhaus am Tor erinnern die Alten an die schwärmerischen Zeilen aus dem Jahre 1915 – die ‘Lili Marleen’. Deren Ausstrahlung über den Soldatensender Belgrad ließ allabendlich vor 22 Uhr Millionen Soldaten hüben und drüben minutenlang das Kriegshandwerk vergessen“.
Auch Jens Noack und weitere Leser erinnern sich an den „Hauptmann von Köpenick“, weil „sonst ja nie eine Gelegenheit war, diesen Hof innen zu sehen. Die Soldaten, die hier dienten, wohnten ja nur höchst selten in Cottbus. Da wird sich keiner melden.“ Wer weiß.